Zukunftsdiskurse zur Energiewende und zur mobilen Arbeit

Das Programm "Zukunftsdiskurse" wurde 2018 zum zweiten Mal ausgeschrieben. Es richtet sich an geistes- und sozialwissenschaftliche Fachrichtungen, die mit ihren Forschungsergebnissen gesellschaftliche Debatten aufgreifen und diese in öffentlichen Veranstaltungen vorstellen und diskutieren.
Das Programm "Zukunftsdiskurse" wurde 2018 zum zweiten Mal ausgeschrieben. Es richtet sich an geistes- und sozialwissenschaftliche Fachrichtungen, die mit ihren Forschungsergebnissen gesellschaftliche Debatten aufgreifen und diese in öffentlichen Veranstaltungen vorstellen und diskutieren.

Zukunftsdiskurse zur Energiewende und zur mobilen Arbeit. Land finanziert zwei Projekte der Universität Oldenburg

Oldenburg 16.01.2019: Wie verändert die Digitalisierung unsere Arbeitswelt? Und wie wollen wir Energie in Zeiten des Klimawandels produzieren? Über diese Fragen werden Wissenschaftler der Universität Oldenburg in den kommenden Monaten mit der Öffentlichkeit diskutieren. Betriebswirtschaftler Prof. Dr. Thomas Breisig und Wirtschaftsingenieur Prof. Dr. Christian Busse konnten sich mit ihren Projekten im niedersächsischen Förderprogramm “Zukunftsdiskurse” des Landes Niedersachsen durchsetzen.

Beide Projekte werden von der Niedersächsischen Landesregierung und der VolkswagenStiftung mit knapp 100.000 Euro aus dem Niedersächsischen Vorab gefördert und haben eine Laufzeit von 15 Monaten.

Das Vorhaben von Breisig verfolgt das Ziel, Ergebnisse des Forschungsprojekts “prentimo – präventionsorientierte Gestaltung mobiler Arbeit” einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Seit 2016 haben sich die beteiligten Wissenschaftler unter Federführung der Universität Oldenburg gemeinsam mit Unternehmenspartnern damit auseinandergesetzt, wie die Digitalisierung mobile Arbeit verändert und welche Chancen und Risiken räumlich flexible Arbeit mit sich bringt.

Dabei wurden vier Handlungsfelder identifiziert: Work Life Balance und Geschlechterarrangements, Gesundheit und individuelle Kompetenzentwicklung, Gesundheitsschutz und Führung sowie Verkehr und Umwelt. Um mit der interessierten Öffentlichkeit, relevanten Interessengruppen und Beschäftigen in den Dialog zu treten, sind zwei Abendveranstaltungen, sogenannte “Zukunftsdialoge”, geplant. Zwischen diesen sollen in vier “Zukunftswerkstätten”, jeweils vierstündigen Workshops, Perspektiven für die oben genannten Handlungsfelder entwickelt werden.

Beim zweiten Zukunftsdiskurs steht das Thema Energiewende im Mittelpunkt, das Anlass für zahlreiche Konflikte gibt. Viele Bürger befürworten zwar den Plan, das Energiesystem auf erneuerbare Energien umzustellen. Dennoch gibt es teils heftige Proteste gegen konkrete Maßnahmen, etwa den Ausbau von Stromtrassen oder die Errichtung von Windparks. Busse und sein Mitarbeiter Julien Minnemann fokussieren sich im nun bewilligten Projekt “Quo vadis Energiewende? Moderation von Diskursen über den Umbau der niedersächsischen Energieversorgung” besonders auf Stadtwerke, weil die kommunalen Versorger die Energiewende vor Ort umsetzen.

Die Forscher wollen die Stadtwerke in einen Dialog mit Politikern und Bürgern bringen, um mehr Akzeptanz für neue Geschäftsmodelle zu erreichen. Bis Ende 2020 ist eine Reihe von Veranstaltungen geplant, mit Vertretern von Stadtwerken und anderen Energieversorgungsunternehmen, Experten aus der Wirtschaft, Politikern, Wissenschaftlern und der breiten Öffentlichkeit. Der Diskurs knüpft an die Ergebnisse des Projekts “NEDS – Nachhaltige Energieversorgung Niedersachsen” an, das in Kürze endet. An dem Vorhaben, das von der TU Braunschweig koordiniert wurde, war auch das Fachgebiet Nachhaltige Produktionswirtschaft der Universität Oldenburg beteiligt.

Das Programm “Zukunftsdiskurse” wurde 2018 zum zweiten Mal ausgeschrieben. Es richtet sich an geistes- und sozialwissenschaftliche Fachrichtungen, die mit ihren Forschungsergebnissen gesellschaftliche Debatten aufgreifen und diese in öffentlichen Veranstaltungen vorstellen und diskutieren.

 

Quelle: Pressemeldung der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg