Dümmer: Land erhöht Mittel für gewässerschonende Landwirtschaft  / Beitrag zur Dümmersanierung

Ziel ist es, den Phosphoreintrag in den Dümmer mittelfristig um bis zu 30 Prozent zu reduzieren. Weitere Bausteine zur Dümmersanierung wie die Planung eines Schilfpolders, die Verbesserung des Hochwasserabschlages in den Mittellandkanal oder Renaturierungsmaßnahmen werden weiterverfolgt und auf Realisierung geprüft.

Dümmer: Land erhöht Mittel für gewässerschonende Landwirtschaft  / Beitrag zur Dümmersanierung

Osnabrück 29.03.2019: Das Umweltministerium hat seine Mittel zur Förderung der gewässerökologischen Landwirtschaft im Einzugsgebiet des Dümmers um weitere 300.000 Euro erhöht. “Zusammen mit den bereits bewilligten 750.000 Euro stehen damit zwischen 2017 und 2021 insgesamt mehr als eine Million Euro für freiwillige Maßnahmen der Landwirte zur Verfügung, die insbesondere in erosionsverringernde Maßnahmen fließen”, sagte Umweltminister Olaf Lies am Donnerstag in Hannover.

Eine entsprechende Änderung des bestehenden Zuwendungsvertrages unterzeichneten heute der NLWKN (Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz) als Zuwendungsbehörde sowie der Unterhaltungsverband “Obere Hunte'” als Maßnahmenträger und die Landwirtschaftskammer Niedersachsen.

Umweltminister Olaf Lies: “Ich freue mich, dass die seit 2017 angebotenen freiwilligen Maßnahmen bei den Landwirten der Region auf so große Resonanz stoßen. Die Bereitschaft, weitere Maßnahmen umzusetzen wollen wir mit der Mittelerhöhung honorieren.”

Im Rahmen der Vertragsunterzeichnung dankte Hermann Steuwer, Vorsteher des Verbandes “Obere Hunte” Umweltminister Olaf Lies für die Mittelerhöhung und den regionalen Landwirten: “Der Beitrag der Landwirtschaft ist wesentlich für das Gelingen der Dümmersanierung”. Steuwers Verband ist zugleich Mitglied der “Gewässerallianz Niedersachsen”, die seit 2015 eine Verbesserung der ökologischen Situation der Fließgewässer anstrebt. Zu den Schwerpunktregionen gehört auch das Dümmergebiet.

“Zwischen 2019 und 2021 sind hier jährlich 250.000 Euro für freiwillige Maßnahmen in der gewässerschonenden Bodennutzung abrufbar, mit denen die Anlage von Gewässerschutzstreifen oder die Begrünung von Fahrgassen ebenso bezuschusst werden kann, wie die spätere, zeitlich begrenzte Gülleausbringung und der Anbau winterharter Zwischenfrüchte”, erklärte Jörg Schomborg, Leiter der Bezirksstelle Osnabrück der Landwirtschaftskammer, die die fachtechnsiche Abwicklung der Fördermaßnahmen übernimmt und seit einigen Jahren auch die Gewässerschutzberatung für die Landwirtschaft anbietet.

Ziel ist es, den Phosphoreintrag in den Dümmer mittelfristig um bis zu 30 Prozent zu reduzieren. Weitere Bausteine zur Dümmersanierung wie die Planung eines Schilfpolders, die Verbesserung des Hochwasserabschlages in den Mittellandkanal oder Renaturierungsmaßnahmen werden weiterverfolgt und auf Realisierung geprüft.

Das Verfahren zur Dümmersanierung, das insbesondere im “16-Punkte-Plan” der Landesregierung beschrieben ist, wird durch den Dümmer-Beirat begleitet und im Dümmer-Forum zweimal jährlich im Schäferhof der Öffentlichkeit vorgestellt.

Interessierte Landwirte aus dem Einzugsgebiet des Dümmer können weitere Anträge zum Abschluss von “Freiwilligen Vereinbarungen” beim Unterhaltungsverband einreichen. Die Fördermittel des Landes Niedersachsen werden dafür genutzt, die Ertragseinbußen oder Mehraufwendungen der Landwirte auszugleichen, die ihnen durch die Umsetzung der Maßnahmen entstehen. Die Gewässerschutzberatung ist erreichbar unter:

 

Quelle: Pressemeldung Landwitschaftskammer NDS