Gesunde Raumluft am Arbeitsplatz – wichtiger als gedacht

Gesunde Raumluft am Arbeitsplatz - wichtiger als gedacht

Gesunde Raumluft am Arbeitsplatz – wichtiger als gedacht

Reizklima oder frische “Wohl fühl-Prise” – die Luftqualität hat maßgeblichen Einfluss darauf, wie wir uns am Arbeitsplatz fühlen. Dabei spielt nicht nur der Wellness-Faktor eine wichtige Rolle. Feinstaub, Viren und andere Mikropartikel können im schlechtesten Fall zu erheblichen gesundheitlichen Beeinträchtigungen führen. Im folgenden Artikel erfahren Sie, wie Sie aktiv zur Luftreinigung an Ihrem Arbeitsplatz beitragen können. Wir zeigen Ihnen, warum Luftreinigungsgeräte ein gutes Mittel zur Verbesserung des Raumklimas sind. Und wir klären Sie über den vermuteten Zusammenhang zwischen Corona und gefilterter Luft auf. 

 

Schnelles Handeln ist gefragt – diese Auswirkungen hat schlechte Raumluft

Die meisten Arbeitnehmer in Deutschland halten sich jeden Tag bis zu acht Stunden oder mehr in geschlossenen Gebäuden auf. Dabei kommt der Körper während des Atmens über die Lunge und die Schleimhäute zwangsläufig mit den unterschiedlichsten Stoffen und Partikeln in Kontakt: Hausstaub, Tabakrauch, Schadstoffe, Mikropartikel, Viren, Schimmelsporen oder Bakterien. Der permanente, ungefilterte Kontakt mit diesen Stoffen kann Unwohlsein und sogar Krankheiten hervorrufen. So weisen Dermatologen immer wieder auf den Zusammenhang zwischen Psoriasis- bzw- Neurodermitis-Schüben und schlechter Raumluft hin. Während der Erkältungssaison spielt stickige Büroluft zudem eine unrühmliche Rolle bei der Verbreitung von Atemwegsinfekten und Grippe. Schadstoffe in der Luft können im ungünstigsten Fall sogar Krebs begünstigen. Davon abgesehen sinkt auch die Arbeitsleistung bei sauerstoffarmer, stickiger Raumluft. Es gibt also viele handfeste Gründe, die für eine sofortige Verbesserung des Raumklimas sprechen. 

 

Sick-Building-Syndrom – wenn das Gebäude krank macht

Schnupfen, Reizhusten, brennende Augen und trockene Schleimhäute – das sind die gängigsten Folgen von schlechter Raumluft. Klagen mehrere Mitarbeiter in einem Gebäude aus zunächst unklaren Gründen über die genannten Symptome, so sprechen Experten vom Sick-Building-Syndrom. Diese gebäudebezogene Gesundheitsstörung verschwindet in der Regel sofort, wenn die betroffenen Mitarbeiter das Gebäude verlassen oder innerhalb des Gebäudes effiziente Maßnahmen zur Verbesserung des Raumklimas ergreifen. Die Wichtigkeit guter Raumluft und effektiver Luftreinigung liegt somit auf der Hand. 

 

Der rechtliche Rahmen laut Arbeitsstättenregel ASR

Nun noch einige Hinweise zum rechtlichen Hintergrund. Optimale Raumluft ist nicht nur eine Ermessenssache, die vom guten Willen der jeweiligen Unternehmen und Mitarbeiter abhängt. Vielmehr geben die in Deutschland geltenden Technischen Regeln für Arbeitsstätten einen rechtlichen Rahmen für die Sicherheit und Gesundheit von Mitarbeitern vor. Diese Arbeitsstättenregeln (ASR)  sind allerdings nicht zwingend einzuhalten. Verzichtet der Arbeitgeber auf die Umsetzung, so hat er jedoch gleichrangige – sprich: genauso wirksame – Maßnahmen zu treffen. In Bezug auf das Raumklima gilt: Laut ASR A3.5 sowie ASR A3.6 muss in Arbeitsräumen eine gesundheitlich zuträgliche Raumtemperatur und Atemluft herrschen. 

 

Hintergrund: Raumklima – was ist das eigentlich?

Jeder Raum besitzt ein eigenes, individuelles Raumklima, welches keinem anderen Raumklima gleicht. Das Raumklima ist seit einigen Jahren Gegenstand wissenschaftlicher Untersuchungen. Dementsprechend klar definiert sind die Faktoren, die auf das Raumklima einwirken. Folgende Komponenten ergeben im Zusammenspiel das jeweilige Raumklima:

 

  • Temperatur der Luft
  • Luftfeuchtigkeit
  • Luftqualität (Schadstoffbelastung, etc.)
  • Luftdynamik (z.B. Luftbewegungen durch Ventilatoren)

Das Besondere am Raumklima: Es kann durch die Anwesenden im Raum aktiv beeinflusst werden. Durch wenige Maßnahmen wird im Idealfall aus einem schlechten Raumklima ein gutes. 

 

So sieht das optimale Raumklima am Arbeitsplatz aus

Im Prinzip ist es gar nicht so schwer, ein gutes Raumklima mit sauberer Luft zu schaffen. Dazu müssen Sie lediglich einige Punkte beachten – angefangen von regelmäßiger Lüftung (Stoßlüften im Winter) bis hin zu Pflanzen am Arbeitsplatz. Die Lufttemperatur sollte zwischen 20 und 22°C betragen. Außerdem sollte keine allzu große Differenz zwischen der Lufttemperatur in Kopfhöhe und in Bodenhöhe bestehen. Die Luftfeuchtigkeit liegt idealerweise zwischen 40 und 60%. Die Luftdynamik – gemessen mit einem Anemometer – liegt unter 0,15 m/sec. Andernfalls droht Zug. Die Luftqualität können Sie zudem durch verschiedene Hilfsmittel verbessern – etwa Luftbefeuchter mit Filter und spezielle Luftreinigungsgeräte (siehe unten). 

 

COVID-19 und saubere Luft – ein Zusammenhang ist definitiv da

Ein Wort zum Zusammenhang zwischen der omnipräsenten und alles beeinflussenden COVID-19-Pandemie und der Raumluft in Arbeitsräumen. Experten wie Bo Dolk-Petersson, VP Research & Development bei QleanAir Scandinavia, sind davon überzeugt, dass Luftreinigungsgeräte unter bestimmten Voraussetzungen die Ausbreitung von Corona eindämmen können. So reduzieren Geräte mit einem HEPA-Filter in Verbindung mit permanenter Luftbewegung nachweislich das Risiko einer Infektion über die Atemluft.

Um eine genaue Aussage über das jeweilige Geräte treffen zu können, muss das Luftreinigungsgerät gemeinsam mit dem Filterset individuell getestet werden. Diese Tests werden zur Zeit durchgeführt. Allgemein gilt jedoch: Eine gute Luftreinigung senkt in jedem Fall die Belastung der Raumluft mit Viren, Bakterien und anderen schädlichen Partikeln jedweder Art. 

 

Verhindern Luftreinigungsgeräte während der Erkältungssaison Krankheiten?

Luftreiniger sind gerade während der Erkältungssaison im Winter sehr beliebte Hilfsmittel, von denen sich die Nutzer wahre Wunderdinge erwarten: bessere Luft, kein Husten, kein Kratzen im Hals, keine Erkältung. Und tatsächlich: Untersuchungen weisen darauf hin, dass Luftreinigungsgeräte in Kombination mit Luftbefeuchtern für eine Reduktion von Erkältungskrankheiten sorgen können. Der Grund? Luftreiniger und Luftbefeuchter verhindern, dass die Schleimhäute austrocknen. Trockene, angegriffene Schleimhäute wiederum sind eine zentrale Voraussetzung für die Verbreitung von Viren. Denn: Nur feuchte Schleimhäute sind in der Lage, Viren zu bekämpfen.