Zwei weitere Jahre Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Bremen

Zwei weitere Jahre Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Bremen

Zwei weitere Jahre Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Bremen

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) fördert in seiner Initiative „Mittelstand-Digital“ das Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Bremen für zwei weitere Jahre. Nach dem Auslaufen der ersten Förderphase von 2018 bis 2020 wird das von der WFB Wirtschaftsförderung Bremen GmbH koordinierte Projekt damit bis Ende 2022 verlängert.

„In den vergangenen drei Jahren hat sich das Kompetenzzentrum als ein wichtiger Ansprechpartner für kleine und mittlere Unternehmen in Bremen etabliert. Besonders im Mittelstand ist die Digitalisierung eine Herausforderung. Unternehmen benötigen Unterstützung, die sie hier neutral und kostenfrei erhalten. Das Kompetenzzentrum ist somit ein wichtiger Türöffner in die unternehmerische Zukunft“, so Kristina Vogt, Senatorin für Wirtschaft, Arbeit und Europa.

Das Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Bremen hatte es sich in den vergangenen drei Jahren zum Ziel gesetzt, kleine und mittlere Unternehmen in der Metropolregion Nordwest in ihrem Digitalisierungsstand zu fördern und durch individuelle Maßnahmen zu unterstützen. Es ist eines von bundesweit 26 Kompetenzzentren, die vom BMWi gefördert werden.

Das Bremer Zentrum baut dabei auf vielfältige Angebote, neben Veranstaltungen und Messen vor allem auf Unternehmensbesuche und -gespräche, praxisnahe Workshops und sogenannte Demonstratoren. Sie ermöglichen Unternehmen, neue Technologien wie Virtual Reality oder Robotik an Modellen oder Prototypen praktisch zu erleben. In der Bilanz von 2018 bis 2020 stehen 325 Unternehmensbesuche, 29 Messeteilnahmen, 65 Demonstrationsveranstaltungen, 80 Innovationswerksstätten, 85 Schulungen und Onlineseminare sowie 35 verschiedene Projekte mit kleinen und mittelständischen Unternehmen.

„Die Vielzahl an auch inhaltlich sehr breit gefächerten Projekten und Veranstaltungen zeigt den hohen Bedarf, den es in Bremen und im Bremer Umland für Digitalisierungsmaßnahmen gibt. Die vergangenen Jahre haben aber auch gezeigt, dass die Digitalisierung ein steter Prozess ist – es ist nicht mit einem Projekt im Unternehmen getan. Deshalb freue ich mich umso mehr, dass das BMWi die Förderung verlängert”, so Andreas Heyer, Vorsitzender der Geschäftsführung der WFB. Die Wirtschaftsförderung übernimmt weiterhin die Rolle der Gesamtkoordinatorin im Projekt und betreibt die Geschäftsstelle des Kompetenzzentrums.

Während sich die Aktivitäten in der ersten Förderphase ursprünglich vor allem an die maritime Wirtschaft und Logistik wenden sollten, zeigte sich bald ein hohes Interesse auch aus anderen Bereichen, wie etwa dem produzierenden Gewerbe und der Dienstleistungswirtschaft. In der kommenden Periode orientiert sich das Kompetenzzentrum an den Clustern des Landes Bremen. Dazu gehören die Maritime Wirtschaft und Logistik, Windenergie, Luft- und Raumfahrt, Automobilwirtschaft und Nahrungs- und Genussmittelindustrie. Aber auch weitere Branchen wie Dienstleistungen oder der Handel stehen im Fokus.

Bei den Angeboten liegt der Schwerpunkt künftig auf aktuellen technologischen und gesellschaftlichen Entwicklungen. Dazu zählen die Plattformökonomie – also internetbasierte Modelle, die Anbietende und Kundinnen und Kunden zusammenbringen, neue Arbeitsformen („New Work“), digitale Geschäftsmodelle, Assistenzsysteme, Nachhaltigkeit und künstliche Intelligenz.

„Wir wollen weiterhin Angebote für die Neueinsteigenden in der Digitalisierung wie auch erfahrene Unternehmen bieten. Dazu haben wir verschiedene Angebote ausgearbeitet. Unsere Konsortialpartner sind seit vielen Jahren in verschiedenen Branchen und Themenbereichen der Digitalisierung unterwegs und stehen den Unternehmen mit ihrem Wissen zur Seite“, so Daniel Schneider, Gesamtkoordinator und Geschäftsstellenleiter.

Das Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Bremen ist ein überregionales Verbundprojekt. Neben der WFB sind darin das BIBA – Bremer Institut für Produktion und Logistik GmbH, das OFFIS – Institut für Informatik aus Oldenburg sowie das Bremer Institut für Seeverkehrswirtschaft und Logistik (ISL) beteiligt. Neu in der kommenden Förderperiode ist der Projektpartner Lehrstuhl für Mittelstand, Existenzgründung und Entrepreneurship (LEMEX) der Universität Bremen. Projektträger ist weiterhin das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V. (DLR).

Quelle Pressemeldung von  WFB Wirtschaftsförderung Bremen GmbH