„Jetzt die Weichen stellen, damit Niedersachsens Innenstädte wieder aufblühen“

„Jetzt die Weichen stellen, damit Niedersachsens Innenstädte wieder aufblühen“

„Jetzt die Weichen stellen, damit Niedersachsens Innenstädte wieder aufblühen“

Ortskerne und Innenstädte sind das Herz der niedersächsischen Kommunen. Über Jahrzehnte waren sie geprägt durch belebte Einkaufsstraßen. „Dieses Herz ist jetzt aus dem Takt geraten“, stellt IHKN-Präsident Uwe Goebel fest. Der Strukturwandel habe die Zentren in den niedersächsischen Kommunen durch verschiedene Faktoren, etwa das geänderte Einkaufsverhalten der Kunden oder den wachsenden Onlinehandel, bereits in der Vergangenheit schleichend verändert. Die Einschränkungen durch die Corona-Pandemie haben diesen Wandel vielerorts nun beschleunigt.

Der IHKN Fokus Niedersachsen „Zukunft Innenstadt“ analysiert nun die aktuelle Lage und stellt acht Handlungsfelder für ein neues Aufblühen der Innenstädte in Niedersachsen vor.

Bereits vor der Krise hatte sich die Zahl der Einzelhändler in Niedersachsen von 44.552 im Jahr 2008 auf 38.345 im Jahr 2018 verringert. Die aktuellen Lockdowns während der Corona-Pandemie haben die Verlagerung vom stationären Einzelhandel hin zum Onlinehandel beschleunigt. „Das praktische Know-how und das Zusammenspiel der Akteure vor Ort ist entscheidend für den Erfolg jeder Kommune. Es ist wichtig, dass die Akteure vor Ort individuelle Lösungen und mutige neue Konzepte entwickeln“, fordert IHKN-Präsident Uwe Goebel.

An erster Stelle der im Fokus Niedersachsen vorgestellten acht Handlungsfelder steht aus Sicht der Niedersächsischen IHKs die Aufstellung moderner und branchenumfassender Zentren-Entwicklungskonzepte. Diese sollten sowohl individuelle Voraussetzungen der jeweiligen Kommune berücksichtigen als auch sich – wo möglich – bewährte Instrumente aus dem „Werkzeugkasten der Stadtentwicklung“ bedienen.

Seit langem warte der niedersächsische Handel darauf, mit sog. Business Improvement Districts (BIDs) Niedersachsens Fußgängerzonen und Quartiere durch gemeinsam finanzierte Maßnahmen attraktiver gestalten zu können, berichtet IHKN-Handelssprecherin Kathrin Wiellowicz. „Viele BID-Initiativen in Niedersachsen stehen in den Startlöchern. Sie warten nur noch auf den Startschuss“.

Mit Blick auf die aktuelle Lage fordert IHKN-Präsident Goebel von Bund und Land schnelle Hilfe und eine Öffnungsperspektive. „Die lange angekündigten Hilfen müssen schneller und unbürokratischer fließen! Gleichzeitig brauchen die vom Lockdown betroffenen Unternehmen eine Perspektive, das heißt einen konkreten Fahrplan wann und wie sie wieder arbeiten können!“

Quelle Pressemeldung von  IHK Niedersachsen (IHKN)