Studierende der Hochschule Emden/Leer unterstützen Schulen bei Digitalisierung

Studierende der Hochschule Emden/Leer unterstützen Schulen bei Digitalisierung

Studierende der Hochschule Emden/Leer unterstützen Schulen bei Digitalisierung

Besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen: An der Hochschule Emden/Leer beginnt im Februar ein innovatives Projekt in Kooperation mit verschiedenen Schulen der Region. Technik affine Studierende unterstützen Schulen bei der Digitalisierung und werden für diese Aufgabe von der Hochschule vorbereitet und wissenschaftlich begleitet. Das Gemeinschaftsprojekt läuft über 18 Monate. Das Niedersächsische Wissenschaftsministerium beteiligt sich mit 94 000 Euro, die Hochschule selbst mit 55 000 Euro. Die Studierenden erhalten durch Mittel des Niedersächsischen Kultusministeriums sogenannte „450 Euro Jobs”.

Die Schulen stehen insbesondere durch die Corona-Lage vor der Herausforderung, innerhalb kürzester Zeit Kompetenzen aufzubauen, um den Präsenz- und Distanzunterricht digital so zu gestalten, dass die Schülerinnen und Schüler in allen Szenarien erfolgreich arbeiten können. Eine lehrerausbildende Hochschule gibt es aber nicht in direkter Nähe in Ostfriesland, sodass jetzt Studierende der Hochschule Emden/Leer die Schulen mit ihren spezifischen Kenntnissen unterstützen, die sie teilweise durch praktische Erfahrungen aus einer technischen Berufsausbildung mitbringen. Damit wird die schon im Arbeitskreis IGeMa bewährte Zusammenarbeit zwischen der Hochschule Emden/Leer und den Schulen erfolgreich erweitert.

„Ich freue mich sehr über den Einsatz der Hochschule Emden/Leer. In diesem Projekt profitieren Studierende und Schulen voneinander. Die Schulen erhalten Unterstützung, die Studierenden schulen ihre sozialen Kompetenzen und setzen theoretisch Erlerntes praktisch um”, so der niedersächsische Wissenschaftsminister Björn Thümler. „Und vielleicht kommen sogar Schülerinnen und Schüler auf diesem Weg auf die Idee, technische Fächer zu studieren.”

„Das Projekt ist ein Glanzbeispiel dafür, wie gute Kooperation aussehen kann”, so der niedersächsische Kultusminister Grant Hendrik Tonne. „Ich bedanke mich bei allen Beteiligten, insbesondere bei den Schulleitungen und Lehrkräften, die sich dafür öffnen und das Lernen mit digitalen Medien ganz im Sinne der Schülerinnen und Schüler verbessern wollen. Wir geben allen allgemeinbildenden Schulen In Niedersachsen die Möglichkeit, zusätzliches Personal zeitlich befristet einzustellen und ich bin sehr zufrieden, dass die Schulen diese Möglichkeit auch nutzen.”

„Die Digitalisierung unserer Schulen ist ein wichtiger Schritt für eine zeitgemäße Bildung. Unsere Hochschule hat pandemiebedingt sehr gut gezeigt, wie man Präsenzunterricht innerhalb kürzester Zeit auf digitale Formen umstellt. Als regionale Hochschule geben wir diese Erfahrungen sehr gerne an die Lehrerinnen und Lehrer der Schulen weiter und hoffen so auf einen Schneeballeffekt – zum Wohle unserer Kinder und auch der Region”, so Professor Dr. Gerhard Kreutz, Präsident der Hochschule Emden/Leer.

 

Um alle an Schule Beteiligten bei der Bewältigung der derzeit zusätzlich bestehenden pädagogischen, unterrichtlichen und organisatorischen schulischen Aufgaben zu unterstützen, stellt das Niedersächsische Kultusministerium insgesamt 20 Millionen Euro zur Verfügung. Zunächst befristet bis zum 31. Juli 2021 können damit pädagogische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Rahmen einer geringfügigen Beschäftigung eingestellt werden. Diese damit pädagogischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sollen Schülerinnen und Schüler in den Lern- und Übungszeiten betreuen und beaufsichtigen sowie die Lehrkräfte im Unterricht unterstützen. Landesweit konnten bisher mehr als 1.900 Einstellungen realisiert werden bzw. werden in Kürze umgesetzt. Damit erhalten die niedersächsischen Schulen aktuell zusätzliche Unterstützung und Entlastung.

Quelle Pressemeldung von  Nds. Kultusministerium