Der Einsatz von RFID Label Technologie in Industrie und Wirtschaft

Der Einsatz von RFID Label Technologie in Industrie und Wirtschaft

Der Einsatz von RFID Label Technologie in Industrie und Wirtschaft

RFID (engl. Radio-frequency Identification) bezeichnet ein technisches System zum automatischen und kontaktlosen Speichern und Lesen von Daten. Produkte und Lebewesen können mit einem RFID Label versehen und so identifiziert und geortet werden. Das System bringt für Unternehmen unterschiedlichster Branchen viele Vorteile mit sich.

Wie funktioniert RFID?

Im Prinzip ist RFID eine Erweiterung des Barcode-Konzepts. Wir alle kennen das von der Post, wo aufgegebene Pakete gescannt werden und so nachverfolgbar sind. Während man beim Barcode-Konzept aber das Lesegerät an den Code halten muss, ist dies bei RFID nicht erforderlich. Bei dieser Technologie erfolgt die Kommunikation zwischen Lesegerät und Transponder, also dem RFID Label, mittels Funkwellen im Radiofrequenzbereich. In der Praxis bedeutet das, dass zum Beispiel lediglich ein Lesegerät in der Nähe einer ganzen Palette von Produkten sein muss, um jedes Produkt in Sekundenschnelle einzuscannen. Ohne Sichtkontakt lassen sich um die 1000 Produkte gleichzeitig erfassen. Durch die Erfassung ist eine eindeutige Identifizierung der Produkte anhand der Seriennummer möglich. Außerdem kann man jederzeit nachvollziehen, wo sich die Produkte befinden. In Größe und Form lässt sich das Label allen Begebenheiten anpassen, es kann problemlos in der Verpackung oder im Produkt selbst integriert werden.

Ob im Waren- und Bestandsmanagement, in der Produktion, bei der Identifikation von Fahrzeugen oder im Kampf gegen Produktpiraterie: Ein RFID Label Produzent gehört zu den Betriebspartnern vieler Unternehmen aus unterschiedlichsten Branchen. Überall dort, wo jeden Tag unzählige Produkte hergestellt, gelagert und transportiert werden müssen, leistet RFID gute Dienste.  Nachfolgend stellen wir einige typische Einsatzgebiete vor, um die weitreichenden Vorteile der Technologie zu veranschaulichen.

RFID in der Kleidungsbranche

Levi Strauss & Co. und C&A sind nur zwei von vielen Modeunternehmen, die ihre Kleidungsstücke mit RFID Labeln ausstatten. Die Unternehmen profitieren von einem verbesserten Warenmanagement und effizienteren Vertriebsabläufen durch Transparenz in der Lieferkette. Dadurch, dass RFID Etiketten extrem klein sein können, lassen sich Kleidungsstücke problemlos damit versehen. Sie können zum Beispiel eingenäht oder geklebt werden. Durch RFID lassen sich auch Fälschungen sofort als solche erkennen.

RFID in der Arzneimittelbranche

Arzneimittelhersteller verwenden RFID beim Kampf gegen Medikamentenfälschungen. Durch die Technologie lassen sich gefälschte Produkte frühzeitig in der Lieferkette erkennen und man kann den Weg der Medikamente von der Herstellung bis zum Patienten transparent nachvollziehen. Zum Schutz der Patienten werden bei temperaturempfindlichen Medikamenten häufig RFID Label mit  Sensorfunktion an den Transportbehältern angebracht. So können die Produzenten sofort erkennen, wenn die Kühlkette unterbrochen wurde und eventuell ein Risiko für die Patienten besteht.

RFID im Lebensmittelsektor

Auch viele Lebensmittelproduzenten nutzen RFID heutzutage. Ein großer Vorteil der Technologie ist die Chargen-Rückverfolgung und dadurch entstehende vereinfachte Rückrufmöglichkeiten. Dass Waren mit potentiell gefährlichen Inhaltsstoffen in Umlauf kommen, passiert immer wieder mal. Wir alle kennen das von den Rückrufaktionen, über die man regelmäßig in den Medien informiert wird. Für einen Lebensmittelproduzenten ist ein Rückruf ein riesiges und teures Ärgernis – durch RFID lässt sich der Schaden in Grenzen halten.

Waren- und Bestandsmanagement

In allen Einrichtungen und Geschäften mit einer Vielzahl von Artikeln kann RFID das Warenmanagement enorm verbessern und Diebstähle einschränken. Häufig wird die Technologie zum Beispiel in Büchereien und Bibliotheken genutzt. Früher mussten die Mitarbeiter dort jedes Buch einzeln erfassen, dank RFID ist dies nicht mehr notwendig. Die Angestellten können zum Beispiel zurückgebrachte oder neu eingetroffene Bücher stapelweise abarbeiten. Das spart Zeit und Arbeitskraft. Manche Bibliotheken nutzen sogar schon Rückgabeautomaten: Die Kunden können die Bücher so auch außerhalb der Öffnungszeiten zurückgeben und sie werden von den installierten Lesegeräten automatisch erfasst. Nicht zurückgebrachte Bücher können dank RFID einfach aufgespürt werden.

Weitere Anwendungsgebiete und Vorteile

Überall in Produktion, Logistik und Handel kann RFID gute Dienste leisten, weil damit Durchlaufzeiten reduziert und das Produktmanagement verbessert wird. Außerdem schafft RFID beste Voraussetzungen für Track & Trace, wovon Onlineshops aller Art profitieren. Die Kunden erwarten heutzutage von einem Onlineshop, dass sich ihre gekauften Produkte auf dem Versandweg nachverfolgen lassen. Mit RFID ist eine detaillierte Sendungsverfolgung möglich, die Kunden einen bestmöglichen Service bietet. Im Handel dient RFID zudem auch immer als Diebstahlsicherung.