Nach aktuellen Ergebnissen der jährlichen Schuldenstatistik des Landesamtes für Statistik Niedersachsen (LSN) stieg die Verschuldung der kommunalen Kernhaushalte beim nicht-öffentlichen Bereich im Jahr 2024 um 17,7%. Im Vorjahr lag der Anstieg bei 7,1%.
Besonders deutlich fiel die Entwicklung bei den kurzfristigen Kassen- oder Liquiditätskrediten aus: Nach einem Rückgang um 14,1% im Jahr 2023 stieg deren Volumen 2024 deutlich um 75,2%. Auch die längerfristigen Wertpapierschulden und Investitionskredite verzeichneten ein Wachstum von 13,7%.
Zum Stichtag 31. Dezember 2024 belief sich der Schuldenstand der kommunalen Kernhaushalte auf insgesamt 17.802 Mio. Euro. Dies entspricht einer Pro-Kopf-Verschuldung von 2.223 Euro. Davon entfielen 16.096 Mio. Euro auf Wertpapierschulden und Investitionskredite und 1.706 Mio. Euro auf kurzfristige Kassenkredite.
Trotz des allgemeinen Anstiegs waren mit Stand 31.12.2024 nach wie vor zehn niedersächsische Gemeinden und Gemeindeverbände vollständig schuldenfrei: Stadt Burgwedel, Gemeinde Scheeßel, Stadt Verden (Aller), Gemeinde Edewecht, Gemeinde Dötlingen, die Samtgemeindebereiche Baddeckenstedt, Kirchdorf und Schwaförden sowie die gemeindefreien Bezirke Lohheide und Osterheide.
Demgegenüber wiesen neun Kommunen eine besonders hohe Pro-Kopf-Verschuldung von über 5.000 Euro je Einwohnerin und Einwohner auf. Darunter befinden sich drei Städte aus der Region Hannover sowie die Nordseeinseln Wangerooge und Spiekeroog.
Pressemeldung von LSN
