Die GESTRA-Belegschaft in Bremen kämpft um ihre Jobs: Der Konzern Spirax prüft ein von Beschäftigten entwickeltes Zukunftskonzept. Ob es angenommen wird, entscheidet sich Mitte September.
Ein Viertel der Jobs bedroht
Bei GESTRA in Bremen-Findorff hängt derzeit viel in der Schwebe. Der britische Mutterkonzern Spirax plant, die komplette Zerspanung am Standort einzustellen. Betroffen wären 85 Arbeitsplätze – rund ein Viertel der gesamten Belegschaft.
Widerstand gegen Stellenabbau
Betriebsrat, IG Metall und Beschäftigte haben sich von Anfang an gegen diese Pläne gestellt. Mit Warnstreiks, Aktionen im Betrieb und einer unabhängigen Überprüfung der Unternehmenszahlen wurde der Druck erhöht.
Zukunftskonzept aus der Belegschaft
Über die Sommermonate wurde von IG Metall, Betriebsrat und Mitarbeitenden ein eigenes Konzept entwickelt. Dieses basiert auf dem Know-how der Beschäftigten und zeigt eine Perspektive für den Standort auf – mit Fokus auf Wettbewerbsfähigkeit, Effizienz, Profitabilität und Kundenzufriedenheit. Allerdings ist das Konzept an klare Bedingungen geknüpft: keine Verlagerung der Zerspanung, Beschäftigungssicherung, Standortgarantie und Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen.
Konzernspitze prüft das Konzept
Anfang September wurde das Konzept offiziell an die Konzernleitung übergeben. Die Unternehmensseite kündigte an, das Konzept sorgfältig zu prüfen und zeitnah eine Antwort zu geben.
IG Metall bereitet Streik vor
Parallel dazu hat die IG Metall Bremen eine Urabstimmung über einen Vollstreik beantragt – und vom Bundesvorstand genehmigt bekommen. Ob es tatsächlich dazu kommt, hängt von der Reaktion des Konzerns ab. „Wir stehen an einem Scheideweg“, betont IG Metall-Geschäftsführerin Dr. Ute Buggeln. Sollte der Konzern das Konzept ablehnen, werde der Widerstand erheblich verschärft.
Entscheidung rückt näher
Am Donnerstag, den 18. September 2025, findet im Werk die nächste Betriebsversammlung statt. Bis dahin wird mit einer Antwort gerechnet. Die Belegschaft hofft, dass der Konzern das Zukunftskonzept annimmt und damit ein starkes Signal für die Zukunft des Bremer Standorts setzt.
Basiert auf einer Pressemeldung von IG Metall Bremen
