Die IHK Osnabrück – Emsland – Grafschaft Bentheim hat gemeinsam mit regionalen Unternehmen in einem Schreiben an Bundeskanzler Friedrich Merz auf die notwendige Senkung der Standortkosten für den Flugverkehr in Deutschland hingewiesen und dabei die Bedeutung des Flughafens Münster/Osnabrück (FMO) für die regionale Wirtschaft hervorgehoben. Andernfalls drohe ein Verlust der für die Unternehmen in Westniedersachsen und dem Münsterland so wichtigen Flugverbindung nach München.
„Die Bundesregierung muss jetzt dringend die staatlichen Kosten für den Luftverkehr in Deutschland reduzieren“, fordern IHK-Präsident Uwe Goebel und IHK-Hauptgeschäftsführer Marco Graf in dem Schreiben. Die Bundesregierung habe dies in ihrem Koalitionsvertrag ausdrücklich vereinbart. Jetzt müsse sie handeln und in den Sitzungen des Koalitions- und Haushaltsausschusses am 13. November den Weg für einen wettbewerbsfähigen Luftverkehrsstandort Deutschland ebnen. Unternehmen und IHK setzen dazu insbesondere auf die Senkung der Luftverkehrssteuer.
Für die Wirtschaftsregion Osnabrück-Emsland-Grafschaft Bentheim dränge dabei die Zeit. Nachdem die Lufthansa bereits im vergangenen Jahr die wichtige Verbindung zwischen dem FMO und Frankfurt (FRA) gestrichen habe, drohe nun auch die einzige verbleibende Flugverbindung zu einem internationalen Drehkreuz zwischen dem FMO und München (MUC) zu entfallen. „Dies wäre für die vielen international ausgerichteten, häufig mittelständischen Unternehmen unserer Region ein schwerer Verlust“, so Goebel und Graf.
Die Bundesregierung könne diese Entwicklung noch verhindern, indem sie mit dem Haushalt 2026 zumindest einen Einstieg in die angekündigten Maßnahmen zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit des Luftverkehrsstandortes Deutschland vornehme.
Entsprechenden Rückenwind habe die Position der regionalen Wirtschaft auch durch den Beschluss der Verkehrsministerkonferenz in der vergangenen Woche erhalten, die sich ebenfalls deutlich für eine Senkung der nationalen Standortkosten ausgesprochen habe.
Eine leistungsfähige Luftverkehrsanbindung sei für die Innovationskraft und internationale Wettbewerbsfähigkeit der regionalen Unternehmen unerlässlich, bekräftigt die IHK. Gerade exportorientierte Branchen seien auf schnelle und zuverlässige Verbindungen angewiesen. Stellvertretend habe eine Auswahl regionaler Unternehmen daher den eindringlichen Appell an den Bundeskanzler mitunterzeichnet.
Der Flughafen Münster/Osnabrück (FMO) bleibe ein wichtiger Standortfaktor für den Erfolg der regionalen Unternehmen auf den Weltmärkten. Er trage damit zur Sicherung von Wohlstand und Arbeitsplätzen bei.
Pressemeldung von Industrie- und Handelskammer Osnabrück – Emsland – Grafschaft Bentheim

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