Das Niveau der Verbraucherpreise in Niedersachsen hat sich im November 2025 gegenüber dem Vorjahresmonat um 2,2% erhöht. Dies geht aus vorläufigen Ergebnissen des Landesamtes für Statistik Niedersachsen (LSN) hervor. Im Oktober 2025 hatte die Inflationsrate ebenfalls 2,2% betragen. Gegenüber dem Vormonat sanken die Verbraucherpreise im November 2025 durchschnittlich um 0,2%.
Teuerungsrate bei Nahrungsmitteln und alkoholfreien Getränken auf niedrigstem Stand seit Januar 2025
In der Abteilung „Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke“ stiegen die Preise gegenüber dem November 2024 um 1,7% (darunter: alkoholfreie Getränke +6,9% und Nahrungsmittel +1,1%). Kaffee, Tee und Kakao waren 17,2% teurer als vor einem Jahr, insbesondere Kakaopulver oder Ähnliches (+25,4%) sowie Kaffee und Ähnliches (+20,9%). Deutliche Preisanstiege gab es auch bei Obstkonserven (+29,8%), tiefgefrorenem Obst (+23,9%) sowie Schokoladen (+16,6%).
Im Gegensatz dazu verbilligten sich Speisefette und Speiseöle um 14,6% (darunter: Butter −23,0% und Olivenöl −14,5%). Auch die Preise für Kartoffeln, frisch, gekühlt und verarbeitet, lagen 11,8% unter dem Vorjahresniveau.
In den vergangenen Monaten ging die Teuerungsrate in dieser Abteilung kontinuierlich zurück. Der Novemberwert ist mit 1,7% auf dem niedrigsten Niveau seit Januar 2025 (+0,6%).
Preisrückgänge im Bereich Energie
Im November lagen die Energiepreise insgesamt 0,9% unter dem Vorjahresniveau. Haushaltsenergie verbilligte sich um 3,0%, während Kraftstoffe um 2,3% teurer wurden. Besonders deutlich sanken die Preise für Brennholz, Holzpellets oder andere feste Brennstoffe (−15,5%). Auch Strom (−4,2%), Heizöl, einschließlich Betriebskosten (−4,0%), und Erdgas, einschließlich Betriebskosten (−3,4%), wurden günstiger. Dagegen verteuerten sich Fernwärme (+4,1%) und Flüssiggas (+6,6%).
Bei Kraftstoffen stiegen die Preise für Diesel um 3,3% und für Superbenzin um 2,1% im Vergleich zum November 2024.
Der Gesamtindex ohne Energie erhöhte sich im November 2025 um 2,5% gegenüber dem Vorjahresmonat. Der Gesamtindex ohne Nahrungsmittel und Energie − häufig auch als Kerninflation bezeichnet – nahm um 2,7% zu.
Dienstleistungen bleiben Treiber der Inflation
Die Preise für Dienstleistungen insgesamt lagen im November 2025 3,5% über dem Vorjahresniveau und trugen damit weiterhin maßgeblich zur Inflation bei. Die Nettokaltmieten stiegen moderat um 1,9% und wirkten dämpfend auf den Gesamtanstieg. Ohne Berücksichtigung der Nettokaltmiete erhöhten sich die Dienstleistungspreise um durchschnittlich 4,2%.
Besonders deutlich verteuerten sich Brief- und Paketdienstleistungen (+8,5%). Auch die Preise für die Personen- und Güterbeförderung (+7,8%, darunter: Personenbeförderung im Schienenverkehr +11,5%) und Pauschalreisen (+7,1%) stiegen spürbar.
Pressemeldung von LSN

Hinterlasse jetzt einen Kommentar