Oldenburg. Es hat sich etwas verändert: Viele neue Gesichter, deutlich mehr Frauen und zahlreiche jüngere Unternehmerinnen und Unternehmer bilden künftig die Vollversammlung der Oldenburgischen Industrie- und Handelskammer. Am Dienstag trat das Plenum zu seiner konstituierenden Sitzung zusammen. Im vergangenen September hatten sich 22 Bewerberinnen und 54 Bewerber in der Wahl gegen die Konkurrenz durchgesetzt. Insgesamt 149 Kandidatinnen und Kandidaten hatten sich um einen Posten in der Vollversammlung beworben. Nun nehmen die Gewählten ihre Arbeit auf. Sie legen in den kommenden Monaten die wirtschaftspolitischen Schwerpunkte fest, die sie in dieser Legislaturperiode in den Fokus nehmen wollen.
Ob langjähriges Mitglied in der Vollversammlung oder Neuling, die Themen, die die Wirtschaftsakteure umtreiben, ziehen sich durch die Generationen: Fachkräftegewinnung, Standortmarketing oder Lobbyarbeit für die eigene Branche. Als Grundlage für die Zusammenarbeit gilt seit jeher – im Bezirk der Oldenburgischen IHK immerhin schon seit 126 Jahren – der Handschlag, der das „Selbstverständnis des ehrbaren Kaufmanns“ unterstreicht. Eben diesen Handschlag leisteten die „Neuen“ am Dienstag IHK-Präsident Jan Müller und ließen im Anschluss daran das Plenum wissen, welche Motivation sie antreibt, sich ehrenamtlich neben ihrem eigentlichen Job für die Gemeinschaft einzusetzen.
Neumitglied Kim Körber vom Klinikum Oldenburg etwa rückt Innovationen und Fachkräftegewinnung in den Fokus. „Ich möchte den Startup-Gedanken stärken und zeigen, welche Möglichkeiten Entrepreneurship bietet“, sagte wiederum Unternehmerin Alexandra Gölz von der Nature Care GmbH aus Jever. Die Delmenhorster Apothekerin Oksana Omutova möchte gemeinsam konstruktive Impulse für die Region geben. An die Herausforderungen des Strukturwandels erinnerte Familienunternehmer Tobias Krumpelbeck aus Vechta. Auch „bessere Lösungen für schwierige Themen“ finden und dabei das Netzwerk nutzen oder „ein bisschen Ärger machen, um Dinge anzuschieben“ darf in den kommenden fünf Jahren aus der Vollversammlung erwartet werden. Denn den Worten sollen nun Taten folgen.
Pressemeldung von IHK Oldenburg


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