Die Einwohnerzahl in Niedersachsens Regionen wird unter der Annahme moderater demografischer Entwicklungen bis zum Jahr 2045 nahezu flächendeckend zurückgehen. Auf Grundlage des Bevölkerungsstandes zum 31.12.2024 mit gut acht Millionen Einwohnerinnen und Einwohnern wird für Niedersachsen ein Rückgang der Bevölkerung um rund 435.000 Personen (–5,4%) erwartet. Wie das Landesamt für Statistik Niedersachsen (LSN) mitteilt, werden in einigen niedersächsischen Regionen sogar teilweise deutliche Bevölkerungsverluste von mehr als 10% im Vergleich zum Ausgangsjahr 2024 angenommen. Das zeigen die Ergebnisse der 5. regionalisierten Bevölkerungsvorausberechnung für Niedersachsen.
Dabei sind die Bevölkerungsverluste in den südöstlichen Gebieten von Niedersachsen am höchsten. Die Bevölkerungszahl der Statistischen Region Braunschweig wird voraussichtlich in den nächsten 20 Jahren bis zum Jahr 2045 um ca. 120.000 Personen (-7,6%) schrumpfen, die Stadt Braunschweig sogar um 8,2%. Alleine im Landkreis Göttingen werden im Jahr 2045 rund 55.000 (-17,0%) Menschen weniger leben als zum Ende des Jahres 2024 (2024: 328.028 Personen). Damit zählt der Landkreis zu dem am stärksten vom Bevölkerungsverlust betroffenen Landkreisen. Hohe Bevölkerungsrückgänge können auch für den Heidekreis (-12,4%) und den Landkreis Holzminden (-11,2%) erwartet werden. Im Vergleich dazu bleibt die Bevölkerungszahl in den Landkreisen Ammerland (-0,25%), Peine (-0,54%) und Gifhorn (-0,74%) im Betrachtungszeitraum von 2024 bis 2045 relativ stabil.
In lediglich 7 von 89 betrachteten Gebieten wird die Bevölkerungszahl bis zum Jahr 2045 nicht sinken, sondern geringfügig wachsen. So wird in der Gemeinde Ganderkesee ein Plus von ca. 3,9% und in der Stadt Nordhorn ein Bevölkerungsanstieg um 2,6% erwartet. Insgesamt zeigen sich in Regionen im Einzugsgebiet der Städte Hannover und Wolfsburg sowie den Küstenregionen vergleichsweise geringere Bevölkerungsverluste.
Die Ergebnisse der 5. regionalisierten Bevölkerungsvorausberechnung sind für alle niedersächsischen Kreise, kreisfreien Städte sowie Städte und Gemeinden mit etwa 30.000 Einwohnerinnen und Einwohnern und deren Umland interaktiv in Form von Karten, Grafiken und Tabellen in einem Dashboard dargestellt. Neben den Ergebnissen, insbesondere den vorausberechneten Bevölkerungszahlen sowie demografischen Kennzahlen, finden sich dort auch Erläuterungen zur Methodik, vor allem zu den Annahmen und Varianten der Berechnung.
Pressemeldung von LSN

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