Nach Angaben des Landesamtes für Statistik Niedersachsen (LSN) investierten die Betriebe im Produzierenden Gewerbe (ohne Baugewerbe) in Niedersachsen 1,16 Mrd. Euro in den Umweltschutz, zum Beispiel für technische Anlagen und Maschinen. Wie das LSN weiter mitteilt, ist dies ein Anstieg um 22,1% im Vergleich zum Vorjahr (947 Mio. Euro). Der Anteil Niedersachsens an den bundesweiten Umweltschutzinvestitionen 2023 in Höhe von 17,2 Mrd. Euro lag bei 6,7%.
Investitionen für den Umweltschutz sind Investitionen, die der Verringerung, Vermeidung oder Beseitigung von Emissionen in die Umwelt dienen oder eine schonendere Nutzung der Ressourcen ermöglichen.
Im Umweltbereich Klimaschutz wurde mit einem Anteil von 44,3% (512 Mio. Euro) an den gesamten Umweltschutzinvestitionen am meisten investiert. Dabei handelte es sich im Wesentlichen um Maßnahmen zur Nutzung von erneuerbaren Energien (50,8%), zur Energieeffizienzsteigerung und Energieeinsparung (36,3%) und der Vermeidung und Verminderung der Emissionen der unter dem Kyoto-Protokoll aufgeführten Treibhausgase (12,5%). Im Vergleich zum Vorjahr erhöhten sich die Investitionen in den Klimaschutz in Niedersachsen um 31,9%.
Rund ein Zehntel (9,9%) der Gesamtinvestitionen in den Umweltschutz kamen dem Bereich Luftreinhaltung zugute (115 Mio. Euro), darunter 51,0 Mio. Euro für die Elektromobilität, zum Beispiel für den Erwerb von Elektro- oder Hybridfahrzeugen oder für die Ladeinfrastruktur. Die Investitionen in die Elektromobilität fielen in Niedersachsen mit einem Plus von 57,0% gegenüber dem Vorjahr höher aus als im Bundesgebiet (+35,9%). Der Anteil Niedersachsens an den bundesweiten Umweltschutzinvestitionen im Bereich Elektromobilität erhöhte sich von 7,7% um 1,1 Prozentpunkte auf 8,8% im Berichtsjahr 2023.
Pressemeldung von LSN
