Agribusiness

Wirtschaftsminister lädt niedersächsische Ernährungsindustrie zum Dialog

Wirtschaftsminister lädt niedersächsische Ernährungsindustrie zum Dialog

Vor dem Hintergrund der aktuellen Diskussion um eine Strategie zur Reduktion von Zucker, Salz und Fetten in Fertigprodukten, hat Wirtschaftsminister Dr. Bernd Althusmann Vertreter der Ernährungsindustrieunternehmen, der Verbände sowie der Sozialpartner zu einem Branchendialog nach Hannover eingeladen. Gemeinsam mit Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast wurden Herausforderungen und mögliche Lösungsansätze diskutiert. Die Produktpalette der 14 teilnehmenden Vertreter aus ganz Niedersachsen reicht von Getränken über Back- und Wurstwaren, Cerealien und Feinkostsalaten bis hin zu Quark und Pudding.

Im vergangenen Dezember hat die Bundesregierung für Deutschland die Nationale Reduktions- und Innovationsstrategie für Zucker, Fette und Salz in Fertigprodukten beschlossen. Im heutigen Branchendialog wollte Minister Althusmann erfahren, wie niedersächsische Unternehmen von der Umsetzung dieser Reduktionsstrategie betroffen sind, welche Maßnahmen sie schon ergriffen haben, was sie noch planen und wie die niedersächsische Wirtschaftspolitik sie dabei unterstützen kann.

„Verbraucherinnen und Verbraucher erwarten heute, dass Lebensmittel nicht nur sicher und günstig sind, sondern, dass das, was auf ihre Teller kommt, gesund ist. Fertigprodukte sind Teil unseres modernen Lebensstils geworden. Allerdings enthalten viele zu viel Zucker, Fett und Salz, wodurch das Risiko für ernährungsbedingte Krankheiten steigt. Die Entwicklung gesünderer Rezepturen ist dabei ein wichtiger Baustein, um die vielfältigen Herausforderungen der niedersächsischen Lebensmittelhersteller zu meistern“, sagt Minister Althusmann. „Der heutige Dialog hat gezeigt, dass das Angebot unser Food-Landesinitiative Ernährungswirtschaft, die ich zu Beginn des Jahres neu ausgerichtet und für drei Jahre verlängert habe, passgenaue Hilfestellungen für unsere Lebensmittelhersteller anbietet.“

„Die Lebensmittel, die aus Niedersachsen kommen, sollten zu einer ausgewogenen und gesunden Ernährung beitragen. Dieses Ziel verfolgen wir auf mehreren Ebenen, auch gemeinsam mit der Branche“, sagt Ministerin Otte-Kinast. „Wie sich beim heutigen Dialog wieder gezeigt hat, ist das Thema dort längst angekommen. Als Verbraucherschutzministerin sehe ich die Lebensmittelindustrie in der Pflicht, den Weg der Reduktion von Dickmachern und ungesunden Zusätzen mutig voran zu gehen – ohne Hintertürchen in den Rezepturen zu nutzen.“ Bei der Vermittlung von Ernährungskompetenzen gebe es bereits vielfältige Ansätze von verschiedenen gesellschaftlichen Akteuren: „Um Synergien zu nutzen und Erfahrungen zu bündeln, habe ich das Zentrum für Ernährung und Hauswirtschaft Niedersachsen (ZEHN) gegründet, das im September seine Arbeit aufnehmen wird. Ernährungsbildung und -beratung ist mir ein sehr wichtiges Anliegen. Nur so werden Verbraucherinnen und Verbraucher Lebensmittel auch wieder wirklich wertschätzen.“

Die Ernährungswirtschaft ist einer der wichtigsten Wirtschaftszweige in Niedersachsen. Insgesamt haben in der Lebensmittelherstellung mehr als 700 Unternehmen hier ihren Sitz. 2018 hat die Lebensmittelbranche mit 35 Milliarden Euro einen höheren Umsatz erzielt als der Maschinenbau, die chemische Industrie oder die Elektroindustrie. Rund 22 Prozent der in Niedersachsen produzierten Lebensmittel werden exportiert, 82 Prozent davon innerhalb Europas. Insgesamt liegt der Auslandsumsatz bei elf Milliarden Euro.

 

 

Quelle: Pressemeldung Niedersächsisches Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung

WEWRedakteur

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