Wirtschaftsstandort Osnabrück

„Wunderbar together“: „Deutschland bietet Karrierechancen für Nachwuchskräfte aus Amerika“

IHK und Hochschule informierten in Evansville über Duales Studium

„Deutschland ist für Studenten, Praktikanten und Fachkräfte aus den USA ein attraktiver Standort. Gleichzeitig suchen die US-Töchter deutscher Unternehmen qualifizierte Mitarbeiter vor Ort. Damit sind die Voraussetzungen für eine enge wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen den USA und Deutschland, insbesondere zwischen den Partnerstädten Evansville und Osnabrück, gut.“

Dies erklärte IHK-Hauptgeschäftsführer Marco Graf jetzt bei einer Podiumsdiskussion an der Universität von Southern Indiana (USI) in Evansville. Gemeinsam mit Vertretern der Hochschule Osnabrück wurden die Vorzüge unterschiedlicher Karrierewege in Deutschland und den USA diskutiert. Anlass der Veranstaltung war eine von der UAS7, ein Verbund sieben deutscher Hochschulen für angewandte Wissenschaften, koordinierte Veranstaltungsreihe. Diese fand im Rahmen des Deutschlandjahrs 2018/19 unter dem Motto „Wunderbar together“ statt, das vom Auswärtigen Amt, dem Goethe-Institut und weiteren Partnern unterstützt wird.

„Gerade in unserer Region sind Nachwuchsfachkräfte aus den USA höchst willkommen“, stellte Graf fest. Der Wirtschaftsraum Osnabrück-Emsland-Grafschaft Bentheim sei eine Wachstumsregion. Das sei auch auf die zunehmenden Außenwirtschaftskontakte zurückzuführen.

Die USA seien dabei für die regionalen Unternehmen der wichtigste außereuropäische Exportmarkt. Über 200 Betriebe seien dort inzwischen aktiv, teilweise mit eigenen Niederlassungen, wenn auch nicht in der Partnerstadt Evansville.

Die Bedeutung einer engen Kooperation zwischen Hochschulen und Unternehmen auf beiden Seiten des Atlantiks hob auch Dr. Kay H. Hofmann, Professor für International Management an der Hochschule Osnabrück, hervor. So würden Unternehmen von neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen profitieren und durch das Angebot von Praktikumsplätzen sowie die Begleitung von Abschlussarbeiten zugleich Kontakt zu potentiellen Arbeitnehmern mit internationalen Erfahrungen und interkulturellen Kompetenzen erhalten.

„Dies gilt gleichermaßen für Unternehmen am Standort USA und Deutschland, denn im Rahmen der engen Partnerschaft mit der Universität von Southern Indiana in Evansville findet ein regelmäßiger Studentenaustausch in beide Richtungen statt.“

Dr. Daria Sevastianova, Professorin für Wirtschaft an der Universität von Southern Indiana und Organisatorin des Symposiums, erklärte, dass der enge akademische Austausch zwischen der USI und der Hochschule Osnabrück das wesentliche Element der über zwanzigjährigen Städtepartnerschaft sei. Sie selbst begleite das Vorhaben seit 2012 durch jährliche Studentenaustausche.

Bereits zweimal habe sie für ein vollständiges Semester an der Hochschule Osnabrück gelehrt. Die teilnehmenden Studenten berichteten ihr regelmäßig von den wichtigen Erfahrungen, die sie in Deutschland machten. Viele seien an einer Berufstätigkeit in Deutschland oder an der Arbeit für ein deutsches Unternehmen interessiert. Hierauf gelte es aufzubauen.

Lloyd Winnecke, Bürgermeister von Evansville, hatte in seinem Grußwort den engen politischen, kulturellen und wissenschaftlichen Austausch hervorgehoben. Nach dem Besuch einer gemeinsamen Delegation von IHK und Stadt Osnabrück im Jahr 2017 habe er im Folgejahr eine Delegation nach Osnabrück angeführt. Er kündigte an, im Jahr 2020 erneut nach Osnabrück reisen zu wollen.

 

Quelle: Pressemeldung Industrie- und Handelskammer Osnabrück – Emsland – Grafschaft Bentheim

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