Handel

Besserer Schutz norddeutscher Spezialitäten auf europäischer Ebene

Besserer Schutz norddeutscher Spezialitäten auf europäischer Ebene

Lebensmittel und Getränke, die durch die EU-Regelungen für geografische Angaben geschützt werden, tragen europaweit entsprechende Qualitätssiegel, die auf ihre regionale Produktion hinweisen. Die zugrundeliegende europäische Verordnung zum Schutz von geografischen Angaben und Ursprungsbezeichnungen für Agrarerzeugnisse und Lebensmittel wird aktuell von der Europäischen Kommission in einem REFIT-Prozess überarbeitet. Auch zahlreiche norddeutsche Produkte sind durch die entsprechende Verordnung geschützt.

„Unsere Produkte aus dem Norden stehen für ein Regionalversprechen und für hohe Qualität. “, so Prof. Norbert Aust, Präses der Handelskammer Hamburg und Vorsitzender der IHK Nord. „Vom Glückstädter Matjes bis zum Hamburger Kümmel – Produkte aus Norddeutschland werden in die ganze Welt exportiert und haben Wiedererkennungswert. Diesen gilt es zu schützen“, so Aust weiter.

Doch der Weg bis zur Eintragung eines Namens als Qualitätserzeugnis ist bürokratisch und beschwerlich für Unternehmen. „Hier müssen wir eine deutliche Vereinfachung im Registrierungsprozess vornehmen, damit Produkte schneller und leichter aufgenommen werden können. In Ländern wie Frankreich und Italien ist eine Vielzahl mehr an Produkten registriert. Wir plädieren an dieser Stelle für Fairness in Rahmen einer gemeinsamen Regelung zur Antragstellung und setzen uns für ein zweistufiges digitales Verfahren ein, bei dem der Antrag national und die Registrierung europäisch erfolgt. Antragsteller brauchen hierbei professionelle Beratung und Begleitung“, erläutert Aust.

Ein Kernpunkt ist der bessere Schutz im Onlinehandel. „Der Schutz für die EU-Qualitätsprodukte soll sich über die gesamte Wertschöpfungskette erstrecken, auch und besonders im Onlinehandel, einem zunehmend wichtigen Absatzmarkt regionaler Produkte. Die missbräuchliche Nutzung von Internet- Adressen für den Verkauf von Imitaten geschützter Erzeugnisse kann bislang kaum verhindert werden. Wir wollen uns daher für einen besseren Schutz von Internet-Domains einsetzen.“, so Aust abschließend.

Die IHK Nord bringt sich aktuell mit diesen Kernforderungen in die öffentliche Beteiligung der Europäischen Kommission ein. Das Positionspapier mit Grafiken zu den geschützten Produkten aus dem Norden ist abzurufen unter: www.ihk-nord.de/butterbeidiefische

Quelle Pressemeldung von  IHK Nord

WEWRedakteur

letzte Posts

Meta Muse: Diese KI erledigt Aufgaben – doch Deutschland muss warten

Reisen organisieren, E-Mails vorbereiten oder Preise beobachten: Mit Muse will Meta künstliche Intelligenz stärker in…

2 Tagen her

IHK: Unternehmenssprechtag „Betriebliches Mobilitätsmanagement“

Die IHK Osnabrück - Emsland - Grafschaft Bentheim lädt am 21. Oktober 2026 von 14:00…

1 Woche her

Galeria-Insolvenz: 9.650 Beschäftigte erhalten Insolvenzgeld

Die Beschäftigten von Galeria können vorerst aufatmen: Die Bundesagentur für Arbeit hat Insolvenzgeld für 9.650…

2 Wochen her

Gefährdungsbeurteilung: Wie Betriebe Risiken erkennen, bevor Unfälle passieren

Ein Lösemittel ohne aktuelles Sicherheitsdatenblatt, eine Treppe ohne Handlauf, dauerhafter Termindruck im Kundenservice: Gefährdungen am…

2 Wochen her

Warum eine gute Animation allein noch kein gutes Erklärvideo ausmacht

Erklärvideos werden von immer mehr Unternehmen eingesetzt, um Produkte, Dienstleistungen oder interne Abläufe verständlich darzustellen.…

2 Wochen her

Material, Termine und Aufbau bei Messeauftritten koordinieren

Ein Messeauftritt beginnt organisatorisch lange vor der Öffnung der Hallentüren. Standbauteile, Exponate, technische Geräte und…

2 Wochen her