Marketing & Medien

Warum eine gute Animation allein noch kein gutes Erklärvideo ausmacht

Erklärvideos werden von immer mehr Unternehmen eingesetzt, um Produkte, Dienstleistungen oder interne Abläufe verständlich darzustellen. Viele Firmen gehen jedoch davon aus, dass bereits eine einfache Kombination aus Animation, Sprechertext und Bildern ausreicht, um Inhalte nachvollziehbar zu erklären und potenzielle Kunden vom Angebot zu überzeugen. Die Praxis zeigt allerdings, dass Erklärvideos Inhalte häufig nicht klar vermitteln, wenn vor der Produktion kein Konzept entwickelt wurde. Einzelne Szenen können zwar ansprechend gestaltet sein, vermitteln aber keine zusammenhängende Botschaft, wenn Zielgruppe, Markenbotschaft und Ablauf nicht aufeinander abgestimmt sind.

Fehlt diese Planung, entstehen Videos, bei denen Zuschauer zwar einzelne Informationen erhalten, aber nicht erkennen, welchen Mehrwert das Angebot für sie hat. Ein gut konzipiertes Erklärvideo beantwortet dagegen bereits vor einem persönlichen Gespräch zentrale Fragen und bereitet Interessenten gezielt auf den nächsten Schritt vor. Unternehmen können Erklärfilme beispielsweise einsetzen, um Kundenanfragen zu steigern, Vertriebsgespräche vorzubereiten oder die Produktvorstellung über verschiedene Vertriebsmitarbeiter hinweg zu vereinheitlichen. 

 

Kurzfassung

  • Damit ein Erklärvideo verständlich und zielführend ist, müssen neben der technischen Umsetzung auch Inhalt, Zielgruppe und Szenenfolge aufeinander abgestimmt sein.
  • Typische Fehler entstehen durch fehlende Planung, eine nicht nachvollziehbare Struktur und eine Darstellung, die nicht auf die Zielgruppe abgestimmt ist.
  • Die Erstellung eines Erklärvideos beginnt mit der Analyse der Zielgruppe, der Auswahl relevanter Inhalte und einem Drehbuch, das den Ablauf der einzelnen Szenen festlegt.
  • Storyboard und visuelle Planung verhindern, dass einzelne Szenen unabhängig voneinander entstehen und kein zusammenhängender Ablauf zustande kommt.
  • Ein auf Marketingpsychologie aufgebautes Erklärvideo vermittelt Informationen Schritt für Schritt und hilft Zuschauern dabei, die Zusammenhänge eines Themas zu verstehen.

Typische Fehler bei der Erstellung von Erklärvideos

Viele Unternehmen konzentrieren sich bei der Erstellung eines Erklärvideos zunächst auf die visuelle Gestaltung. Animationen, Grafiken oder moderne Stile werden ausgewählt, bevor geklärt wurde, welche Informationen tatsächlich vermittelt werden müssen. Dadurch entstehen Videos, die einzelne Szenen enthalten, aber keine nachvollziehbare Geschichte erzählen.

Viele Unternehmen versuchen, in einem kurzen Video möglichst viele Eigenschaften eines Produkts oder einer Dienstleistung zu erklären. Dabei gehen die wichtigsten Aussagen schnell zwischen zusätzlichen Details verloren. Zuschauer können dadurch nur schwer erkennen, welche Informationen für das Verständnis des Angebots entscheidend sind.

Auch die Zielgruppe muss bei der Planung berücksichtigt werden, da Personen ohne Fachkenntnisse andere Erklärungen benötigen als erfahrene Anwender. Werden Fachbegriffe nicht erklärt oder wichtige Grundlagen ausgelassen, können Zuschauer die Inhalte nur schwer nachvollziehen. 

Ein weiteres Problem entsteht, wenn die einzelnen Szenen nicht logisch miteinander verbunden sind. Eine Animation kann beispielsweise zeigen, wie eine Funktion eines Produkts genutzt wird. Wird dabei nur der Ablauf gezeigt, bleibt jedoch unklar, welches Problem damit gelöst wird und welchen Nutzen die Anwendung hat.  

Zusätzlich unterschätzen viele Unternehmen, dass ein Erklärvideo je nach Einsatzbereich unterschiedlich aufgebaut werden muss. Ein Video auf der eigenen Website kann beispielsweise etwas länger sein, während Inhalte für Social-Media-Plattformen in den ersten Sekunden überzeugen und häufig ohne Ton funktionieren müssen. Wird das Format, die Länge oder die Darstellung nicht an den jeweiligen Kanal angepasst, können wichtige Informationen verloren gehen oder Inhalte für Zuschauer schwer nachvollziehbar sein. 

Planung ist die Grundlage für verständliche Erklärvideos

Die Konzeptionsphase bildet die Grundlage für die Erstellung eines Erklärvideos und findet vor der eigentlichen Produktion statt. Zunächst muss festgelegt werden, wer das Video sehen soll und welche Informationen diese Person benötigt, um das Thema vollständig nachvollziehen zu können.

Darauf aufbauend werden die Kernbotschaften definiert. Dabei wird entschieden, welche Fragen das Video beantworten muss: Welches Problem wird dargestellt? Wie löst das Angebot das Problem? Welche Schritte soll die Zielgruppe als Nächstes gehen? 

Diese Informationen bilden die Grundlage für das Drehbuch. Jede Szene erhält eine konkrete Aufgabe und beschreibt, welche Aussage vermittelt werden soll. Dadurch entsteht eine Reihenfolge, bei der die Zuschauer Schritt für Schritt durch das Thema geführt werden.

Ohne diese Vorbereitung können einzelne Abschnitte zwar verständlich sein, der Zusammenhang zwischen den Inhalten ist für Zuschauer jedoch nur schwer nachvollziehbar. Erst durch die strukturierte Planung wird sichergestellt, dass jede Information an der richtigen Stelle erscheint.

Wie ein strukturierter Produktionsablauf typische Fehler verhindert

Eine gute Erklärvideoagentur arbeitet bei der Produktion mit einem festen Ablauf, bei dem Inhalte, Szenenfolge und visuelle Darstellung bereits vor der Animation geplant werden. Zu Beginn werden Zielgruppe, Thema und Markenbotschaft festgelegt. Diese bilden die Grundlage für das Drehbuch. Darin wird festgelegt, welche Inhalte vermittelt, welche Szenen benötigt und in welcher Reihenfolge die Aussagen dargestellt werden. 

Anschließend wird ein Storyboard erstellt, das die geplanten Szenen visuell darstellt. Designer prüfen dabei, ob die Bildsprache zum Inhalt passt und ob einzelne Szenen logisch aufeinander aufbauen. Fehlende Übergänge, nicht eindeutige Darstellungen oder überflüssige Inhalte können bereits in dieser Phase angepasst werden, bevor die Animation beginnt.

Erst nach der Abstimmung von Drehbuch und Storyboard werden die Szenen animiert. Bewegungen, Grafiken und Sprechertext werden miteinander verbunden, damit jede Szene eine bestimmte Information vermittelt und Zuschauer den dargestellten Ablauf nachvollziehen können. Dadurch entsteht kein Zusammenschnitt einzelner Animationen, sondern ein Video, bei dem Inhalt und Darstellung aufeinander abgestimmt sind.

Fazit

Erklärvideos können Unternehmen dabei unterstützen, Produkte, Dienstleistungen und Abläufe verständlich darzustellen. Allerdings reicht die reine Erstellung von Animationen oder Voiceover nicht aus, wenn Inhalt und Struktur nicht sorgfältig geplant werden.

Fehlende Zielgruppenanalyse, eine unklare Markenbotschaft und eine unstrukturierte, Szenenfolge führen dazu, dass Zuschauer den Mehrwert des dargestellten Angebots nicht verstehen. 

Ein strukturierter Produktionsprozess mit Drehbuch, Storyboard und abgestimmter visueller Umsetzung verhindert diese Fehler bereits vor der Fertigstellung des Videos. Dadurch entstehen Inhalte, die Schritt für Schritt erklären, wie ein Thema funktioniert und welche Informationen für die Zielgruppe relevant sind. So können Unternehmen potenzielle Kunden gezielter ansprechen, Vertriebsgespräche vorbereiten und die Vorstellung ihrer Produkte oder Dienstleistungen unterstützen. 

 

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