Die Ankündigung der Landesregierung und des Ministeriums für Regionale Entwicklung, das Programm „Zukunftsräume Niedersachsen“ auch in diesem Jahr fortzuführen und um 5 Mio. Euro aufzustocken, wird von der IHK Niedersachsen erfreut zur Kenntnis genommen. „Das Programm ist ein kleiner hidden Champion unter den Förderkulissen, die bundes- und landesweit zur Stärkung von Versorgungsstrukturen und Zentren aufgelegt wurden“, sagt IHKN-Hauptgeschäftsführerin Monika Scherf. Bereits über 120 niedersächsische Projekte konnten in den letzten Jahren von den Mitteln profitieren. Sie wurden insbesondere eingesetzt zur Entwicklung der Daseinsvorsorge, zur Stärkung des Handels, der Zentren, der Mobilität und der Kultur.
Erklärtes Ziel des Programms ist es, im Flächenland Niedersachsen den ländlichen Raum zu stärken. Vor diesem Hintergrund fordert die IHKN jetzt die Ausweitung der Förderkulisse auf alle Grundzentren in Niedersachsen. Bislang können sich nur Kommunen ab 10.000 Einwohnern um die Förderung bewerben. „Diese Einwohnerschwelle erschließt sich uns nicht. Zwar gibt es für kleinere Gemeinden Dorfentwicklungsprogramme des Landwirtschaftsministeriums. Diese fördern jedoch vorrangig dörfliche Projekte wie z.B. den Umbau von Dorfgemeinschaftshäusern oder die Umnutzung landwirtschaftlicher Gebäude. Gezielte Maßnahmen für Innenstädte und Ortskerne, wie es bei Zukunftsträume der Fall ist, z.B. City-Manager, gehören hingegen nicht zum Portfolio. Kommunen unter 10.000 Einwohnern, die sich als „urban angehauchte“ Gemeinden verstehen und in ihr Zentrum investieren möchten, fallen somit durch das Förderraster“, begründet IHKN-Handelssprecherin Kathrin Wiellowicz die Forderung.
Auch sollten nach Auffassung der IHKN – wie im Vorjahr bereits praktiziert – in der nun anstehenden Förderrunde unbedingt die Personalkosten für so genannte „Innenstadt- und Zentrenkümmerer“ gefördert werden – so der dringende Appell der IHK Niedersachsen.
Pressemitteilung von: IHK Niedersachsen
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