Überregional

Niedersachsen: 8,8% Zuwachs bei den Unternehmensinsolvenzen im 1. Halbjahr 2025

Im ersten Halbjahr 2025 stellten 984 Unternehmen einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens bei einem der 33 niedersächsischen Insolvenzgerichte. Nach Angaben des Landesamtes für Statistik Niedersachsen (LSN) entsprach dies einem Plus von 8,8% im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, in dem 904 Unternehmensinsolvenzen gezählt wurden. Der starke Anstieg aus dem Vorjahr (+35,1% von 2023 auf 2024) hat sich somit deutlich abgeschwächt.

Aufgrund der Insolvenz ihres Arbeitgebers waren im ersten Halbjahr 2025 die Arbeitsplätze von 7.341 Beschäftigten bedroht. Im Vorjahreszeitraum bewegte sich die Anzahl mit 7.381 gefährdeten Arbeitsplätzen auf einem sehr ähnlichen Niveau.

Die meisten Unternehmensinsolvenzen nach Branchen wurden zwischen Januar und Juni 2025 mit 180 Verfahren im Abschnitt „Handel; Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen“ gezählt. Damit entfiel annähernd jede fünfte Insolvenz (18,3%) allein auf diesen Wirtschaftsbereich. Gegenüber dem 1. Halbjahr 2024 bedeutete das für diese Branche einen überdurchschnittlich starken Anstieg um 11,8%. Ebenfalls stark betroffen war erneut das Baugewerbe mit 17,1% bzw. 168 Insolvenzen (-9,7%), auf welches im 1. Halbjahr des Vorjahres noch die meisten Insolvenzen entfallen waren.

Die Verbraucherinsolvenzen verzeichneten ebenfalls einen Zuwachs. Im 1. Halbjahr 2025 wurden 5.605 Insolvenzanträge von Verbraucherinnen und Verbrauchern gestellt, was einem Plus von 4,9% gegenüber den ersten sechs Monaten des Jahres 2024 entspricht. Zu dieser Zeit lag die Zahl der Verbraucherinsolvenzverfahren noch bei 5.342 Fällen.

Pressemeldung von  LSN

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