Energiewirtschaft

Raumordnungsverfahren für die 380-kV-Höchstspannungsleitung

Raumordnungsverfahren für die 380-kV-Höchstspannungsleitung Gütersloh – Wehrendorf, Abschnitt Umspannanlage Bad Essen/ Wehrendorf – Umspannanlage Osnabrück/Lüstringen der Amprion GmbH abgeschlossen

Das Amt für regionale Landesentwicklung Weser-Ems hat am 28. Mai 2020 das Raumordnungsverfahren für die Planung des Abschnitts Umspannanlage Bad Essen/Wehrendorf – Umspannanlage Osnabrück/Lüstringen der 380-kV-Leitung Gütersloh – Lüstringen – Wehrendorf der Vorhabenträgerin Amprion GmbH abgeschlossen.

Das Raumordnungsverfahren für den südlichen Abschnitt Melle (Pkt. Königsholz) – Umspannanlage Osnabrück/Lüstringen der Vorhabenträgerin Amprion GmbH wurde bereits am 19.02.2020 abgeschlossen.

Das Vorhaben dient der Versorgung der Region sowie der Ableitung von regenerativ erzeugtem Strom aus der Region und aus dem nordwestdeutschen Raum in den Süden Deutschlands.

Es wurde ein Korridor landesplanerisch festgestellt, der zwischen der Umspannanlage Bad Essen/Wehrendorf und dem Punkt Krevinghausen (Gemeinde Bissendorf) mit kleinräumigen Anpassungen im Trassenraum der bestehenden und abzubauenden 220-kV-Leitung sowie ab Krevinghausen bis südlich des Alt Schledehauser Bergs als Freileitung verläuft, westlich an Schledehausen vorbei führt und ab einem Bereich nördlich von Hengstbrink (Gemeinde Bissendorf) zwischen Hengstbrink und Wissingen nach Westen über Natbergen zur Umspannanlage Osnabrück/Lüstringen erdverkabelt wird (Korridor B).

Für einen Bereich westlich von Schledehausen (Gemeinde Bissendorf) hat das Amt für regionale Landesentwicklung festgestellt, dass eine Freileitung in dem von Amprion beantragten Korridor wegen der Vorgaben des Denkmalschutzes fachrechtlich nicht zulässig ist.

Um die Raum- und Umweltverträglichkeit des Vorhabens sicherzustellen, ist im Zuge des Planfeststellungsverfahrens zu prüfen, ob bei einer Leitungsführung kleinräumig westlich außerhalb von Korridor B in Freileitungsbauweise eine Vereinbarkeit mit den Vorgaben des Denkmalschutzes erreicht werden kann, da die Freileitungstechnik nach den bundesrechtlichen Regelungen die Regeltechnik ist.

Wenn im Zuge des Planfeststellungsverfahrens festgestellt wird, dass diese nach Westen verschobene, hinsichtlich des Belangs Denkmalschutz fachrechtlich genehmigungsfähige Freileitungstrassierung wegen Wohngebäudeannäherungen das Erfordernis einer Teilerdverkabelung auslöst, so ist die von der Umspannanlage Osnabrück/Lüstringen bis Hengstbrink vorgesehene Teilerdverkabelung mit einem möglichst geradlinigen Verlauf Richtung Umspannanlage Bad Essen/Wehrendorf zu verlängern.

Insgesamt hat das Amt für regionale Landesentwicklung Weser-Ems einen ca. 20,2 km langen Korridor landesplanerisch festgestellt, der sich wie folgt gliedert:

  • ca. 8,4 km Teilerdverkabelung
  • ca. 8,9 km Freileitung
  • ca. 2,9 km Prüfung Verschiebung/Teilerdverkabelung im Planfeststellungsverfahren

 

Hinweis

Im Internet können

  • der Text der Landesplanerischen Feststellung,
  • eine Karte des landesplanerisch festgestellten Korridors und
  • eine Karte der landesplanerisch geprüften Korridore, Untervarianten und Varianten

unter

www.380kv-osna.niedersachsen.de

eingesehen und heruntergeladen werden.

Quelle: Pressemeldung Amt für regionale Landesentwicklung Weser-Ems

 

WEWRedakteur

letzte Posts

Messestände als Kontaktfläche für neue Geschäftskontakte

Fachmessen bringen Unternehmen, Interessenten und Geschäftspartner für einen begrenzten Zeitraum an einem Ort zusammen. Ein…

5 Tagen her

Aus Erfahrung lernen: IHK-Seniorexperten beraten Gründer in Lingen

Die IHK Osnabrück - Emsland - Grafschaft Bentheim lädt Existenzgründer und Jungunternehmer am 8. September…

6 Tagen her

IHK startet Lehrgang: „Technik für Kaufleute (IHK)“

Die IHK Osnabrück - Emsland - Grafschaft Bentheim startet am 30. September 2026 den Lehrgang…

6 Tagen her

Rechtliche Fragen einfach erklärt: IHK-Sprechtag für Gründer in Nordhorn

Die IHK Osnabrück - Emsland - Grafschaft Bentheim lädt am 2. September 2026 von 14:00…

6 Tagen her

Immobilien fit für den demografischen Wandel machen: Warum Eigentümer das Badezimmer nicht unterschätzen sollten

Eine Immobilie wird meist über Jahrzehnte genutzt. Die Anforderungen ihrer Bewohner können sich in diesem…

2 Wochen her

Technische Gebäudeausrüstung zwischen Entwurf und Ausführung

Neben Tragwerk und Gebäudehülle müssen bereits im Entwurf Flächen und Leitungswege für Heizung, Lüftung, Sanitär…

2 Wochen her