Teilnehmer der „Spätschicht: Industrie!“ bei Culimeta Textilglas-Technologie GmbH in Bersenbrück. Bild: IHK
Wie innovativ, vielseitig und zukunftsrelevant die Industrie in der Region ist, zeigte die Veranstaltungsreihe „Spätschicht: Industrie!“ bei der Culimeta Textilglas-Technologie GmbH & Co. KG in Bersenbrück. Der Industrielle Arbeitgeberverband (IAV) und die IHK hatten gemeinsam Gäste aus Wirtschaft und Politik eingeladen.
Seit 1926 zählt die Culimeta Textilglas-Technologie GmbH & Co. KG zu den führenden Prozesspartnern und Systemlieferanten für Glasfaserprodukte in der thermischen, elektrischen und akustischen Isolierung sowie in der Kanalsanierung. Am Standort Bersenbrück sowie in weiteren europäischen Werken werden hochwertige Textilglasprodukte produziert – darunter Dichtungen, die heute in nahezu jedem Kaminofen zu finden sind.
Neben dem Rundgang durch die beiden Werke bildete der Impulsvortrag von Dr. Jan Fährmann, Head of R&D bei Culimeta, ein weiteres Highlight. Er erläuterte eindrucksvoll, wie das Unternehmen mit innovativen und nachhaltigen Lösungen auf verschärfte Umweltauflagen reagiert. „Die Industrie will Zeichen setzen“, unterstrich er und präsentierte ein aktuelles Projekt mit der RWTH Aachen: Ein neu entwickelter Feinstaubfilter ermöglicht die Nachrüstung älterer Kaminöfen, sodass sie heutigen Anforderungen entsprechen – ein Produkt, das derzeit ausschließlich Culimeta am Markt anbietet. Auch mit einem weiteren Produkt, einem neuartigen Brandschutzschaum, zählt das Unternehmen zu den einzigen Anbietern weltweit.
Fährmann machte deutlich, wie entscheidend innovationsfreundliche Rahmenbedingungen sind: „Wir brauchen Anreize für Innovation und Optimierung. Nur so können wir Deutschland als Innovationsstandort sichern, die Wirtschaft beleben und unsere Umweltziele erreichen“. Zudem betonte er die Notwendigkeit wirtschaftlicher Planungssicherheit, um langfristige Entwicklungen voranzubringen. Dem schlossen sich die Unternehmensinhaber Vincent und Diederik Cuylits an.
„Die Industrie ist einer der wichtigsten Stabilitätsanker unserer Region. Ohne Arbeitgeber gibt es keine Arbeitnehmer – und umgekehrt. Nur wenn wir zusammenarbeiten, können wir den Standort stärken“, unterstrich IAV-Geschäftsführerin Sabine Stöhr.
Seit 2013 findet im Rahmen der gemeinsamen Kampagne „Industrie ist Zukunft“ zweimal im Jahr die „Spätschicht: Industrie!“ statt, um direkt vor Ort die wichtige Rolle der Industrie für den Wohlstand des Wirtschaftraums in der Region zu verdeutlichen.
Pressemeldung von Industrie- und Handelskammer Osnabrück – Emsland – Grafschaft Bentheim
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