HANNOVER. Die niedersächsische Industrie musste im Juni stark rückläufige Auftragseingänge hinnehmen.
Wie das Landesamt für Statistik Niedersachsen (LSN) mitteilt, gingen die Bestellungen im Vergleich zum Juni des Jahres 2018 um 16% zurück. Die Nachfrage nach niedersächsischen Industrieprodukten im Inland sank um 17%. Die Auslandsbestellungen gingen um 16% zurück. Der Auftragsrückgang traf besonders die Herstellung von Investitionsgütern (-20%), die Aufträge an die Vorleistungsgüterproduktion sanken um 11% unter das Vorjahresniveau.
Für das abgelaufene 1. Halbjahr 2019 ergab sich im Vergleich zum 1. Halbjahr 2018 ebenfalls ein Rückgang der Nachfrage nach Industrieprodukten von 8%. Während die Inlandsbestellungen ein Minus von 2% verbuchten, nahmen die Auslandsorders mit einem Rückgang von 12% deutlich ab.
Die Entwicklung verlief im Juni 2019 in allen umsatzstarken niedersächsischen Industriebranchen rückläufig. Zweistellige Einbußen bei den Auftragseingängen im Vergleich zum Juni 2018 verbuchten die Herstellung von Metallerzeugnissen (-28%), die Herstellung von Kraftwagen- und Kraftwagenteilen (-21%), der Maschinenbau (-19%) und die Herstellung von elektrischen Ausrüstungen (-15%). Die Metallerzeugung und bearbeitung ( 7%) und die chemische Industrie (-6%) verzeichneten ebenfalls rückläufige Bestellungen.
Methodische Hinweise:
Vorleistungsgüter: Produktionsgüter, die überwiegend für Unternehmen bestimmt sind und dort im Produktionsprozess verbraucht, verarbeitet oder umgewandelt werden. Dazu zählen zum Beispiel Metalle, Holz, chemische Grundstoffe, Gummi- und Kunststoffwaren, Papier und Karton sowie elektronische Bauelemente. Investitionsgüter: Langlebige Produktionsgüter (z. B. Maschinen für die Güterproduktion, Kraftwagen).
Es handelt sich um vorläufige Ergebnisse. Revidierte vorläufige Ergebnisse in wirtschaftssystematisch tieferer Gliederung enthält der in Kürze erscheinende Statistische Bericht E I 1.
Quelle: Pressemeldung Landesamt für Statistik Niedersachsen
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