Das Niveau der Verbraucherpreise in Niedersachsen hat sich im Oktober 2025 gegenüber dem Vorjahresmonat um 2,2% erhöht. Dies geht aus vorläufigen Ergebnissen des Landesamtes für Statistik Niedersachsen (LSN) hervor. Im September 2025 hatte die Inflationsrate 2,3% betragen. Gegenüber dem Vormonat stiegen die Verbraucherpreise im Oktober 2025 durchschnittlich um 0,2%.
In der Abteilung „Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke“ erhöhten sich die Preise gegenüber dem Oktober 2024 um 2,4% (darunter: alkoholfreie Getränke +7,3% und Nahrungsmittel +1,7%). Die Teuerungsrate in dieser Abteilung war in den vergangenen Monaten kontinuierlich gesunken und lag im September noch bei 2,6%.
Kaffee, Tee und Kakao waren 18,7% teurer als vor einem Jahr, insbesondere Kakaopulver oder Ähnliches (+24,9%) sowie Kaffee und Ähnliches (+23,8%). Deutliche Preisanstiege gab es auch bei Obstkonserven (+27,1%), tiefgefrorenem Obst (+25,3%) sowie Schokoladen (+19,4%).
Im Gegensatz dazu verbilligten sich Speisefette und Speiseöle um 10,7% (darunter: Olivenöl −16,6% und Butter −15,7%). Die Preise für Kartoffeln, frisch, gekühlt und verarbeitet, lagen 11,1% unter dem Vorjahresniveau.
Die Energiepreise (Haushaltsenergie und Kraftstoffe) lagen im Oktober 2,0% unter dem Vorjahreswert (darunter: Haushaltsenergie −3,5% und Kraftstoffe +0,5%). Damit war die inflationsdämpfende Wirkung auf den Gesamtindex stärker als im Vormonat; im September 2025 lag der Preisrückgang bei 1,4%.
Brennholz, Holzpellets oder andere feste Brennstoffe lagen 17,5% unter dem Vorjahresniveau. Auch Heizöl, einschließlich Betriebskosten (−8,7%), Strom (−4,2%) und Erdgas, einschließlich Betriebskosten (−3,8%), wurden günstiger. Die Preise für Fernwärme lagen dagegen 4,1% über dem Vorjahreswert, die Flüssiggaspreise stiegen um 11,8%. Die Preise für Kraftstoffe veränderten sich hingegen nur leicht: Superbenzin verteuerte sich um 0,7%, Diesel war 0,1% günstiger als im Oktober 2024.
Der Gesamtindex ohne Energie stieg im Oktober 2025 um 2,6% gegenüber dem Vorjahresmonat, während der Gesamtindex ohne Nahrungsmittel und Energie − häufig auch als Kerninflation bezeichnet – um 2,8% zunahm.
Die Preise für Dienstleistungen insgesamt blieben im Oktober 2025 inflationstreibend und lagen 3,4% über dem Vorjahresniveau. Die Nettokaltmiete stieg moderat mit 1,8% und dämpfte damit den Gesamtanstieg. Ohne Berücksichtigung der Nettokaltmiete erhöhten sich die Dienstleistungspreise um durchschnittlich 4,2%.
Besonders stark verteuerten sich Brief- und Paketdienstleistungen (+8,5%). Deutliche Preissteigerungen gab es auch bei Dienstleistungen sozialer Einrichtungen (+8,3%, darunter: häusliche Alten- und Behindertenpflege +10,6%), stationären Gesundheitsleistungen (+6,6%) sowie bei der Personen- und Güterbeförderung (+5,9%).
Pressemeldung von LSN
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