Handwerk

Ehrung der Besten

Ehrung der Besten

Oldenburg. Selten gab es so viele erste Plätze: Beim Praktischen Leistungswettbewerb des Deutschen Handwerks haben es Ole Juchem, Marc Röpke, Steffen Lamping und Jan Rauschenbach deutschlandweit bis an die Spitze geschafft. Das Präsidium und die Geschäftsführung der Handwerkskammer Oldenburg ehrte den Top-Nachwuchs des Jahrgangs 2021 an diesem Montag. Im Berufsbildungszentrum empfing die Kammer neben den Siegern auch deren Ausbilder und Angehörige zu einer Feierstunde.

„Für den Bundeswettbewerb hatten sich 800 Gesellinnen und Gesellen in gut 100 Berufen qualifiziert. Sie haben dafür gesorgt, dass vier Trophäen ins Oldenburger Land gingen“, sagte Kammerpräsident Eckhard Stein. Es habe auch schon Jahre ohne Bundessieger gegeben. Dementsprechend sei die Kammer stolz, dass das Zusammenspiel aus jungen Talenten und dem Ausbildungsverdienst der Betriebe diesmal besonders gut funktioniert habe.

Dirk Hillmer, Geschäftsführer von Kuhlmann Bauunternehmen GmbH & Co. KG aus Metjendorf ist einer dieser Ausbilder. Bei ihm wurde Ole Juchem aus Oldenburg zum Bundessieger im Beruf Beton- und Stahlbetonbauer. „Er übernimmt jetzt mehr Verantwortung, hat in seinen jungen Jahren schon eine Baustelle geleitet und sich dabei Akzeptanz bei den erfahrenen Kollegen erarbeitet.“ Auch Vater Bernd Juchem zeigte sich stolz. Er arbeitet seit 27 Jahren bei Kuhlmann.

Steffen Lamping aus Lastrup wurde Bundessieger bei den Metallbauern in der Fachrichtung Nutzfahrzeugbau. Ihn hat der Wettbewerb darin bestärkt, sich größere Ziele zu setzen. „Ab August trete ich die Meisterschule an“, berichtete er. Von seinem Ausbildungsbetrieb Böckmann Fahrzeugwerke GmbH aus Lastrup, bei der Feierstunde durch Produktionsleiter Christian Lammers vertreten, bekam er viel Lob.

Als „pfiffiges Kerlchen, der eine Eins nach der anderen nach Hause bringt“, wurde Marc Röpke aus Etelsen beschrieben. Der Metallbauer in der Fachrichtung Konstruktionstechnik wurde von den Stadtwerken Delmenhorst ausgebildet. Dennis Reinecke, den ehemaligen Ausbilder von Marc Röpke, beeindruckte während der Pandemie die Selbstständigkeit seines Lehrlings. Und der wiederum hat aus dem Praktischen Leistungswettbewerb sehr viel Positives gezogen. „Ich bin selbstbewusster geworden“, so der Bundessieger.

Alle drei wollen die Meisterprüfung in Angriff nehmen. Der vierte Bundessieger konnte nicht an der Feierstunde teilnehmen. Präsident Stein sprach aber natürlich auch Jan Rauschenbach seine Glückwünsche aus. Der Informationselektroniker wurde Bundessieger im Schwerpunkt Bürosystemtechnik. Sein Ausbildungsbetrieb war Busse Computertechnik & Service GmbH (Damme).

Der Leistungswettbewerb des Deutschen Handwerks wird jährlich auf Kammer-, Landes- und Bundesebene durchgeführt. Die jeweils Besten qualifizieren sich für die nächste Stufe. Teilnahmeberechtigt sind Junghandwerker, die ihre Gesellen- beziehungsweise Abschlussprüfung im Frühjahr oder Sommer des Wettbewerbsjahres abgelegt haben und zum Prüfungszeitpunkt nicht älter als 25 Jahre sind. Der Wettbewerb wurde 1951 ins Leben gerufen und basiert auf der Grundlage von bundesweit geltenden Richtlinien des Zentralverbands des Deutschen Handwerks.

Quelle Pressemeldung von  HWK Oldenburg

WEWRedakteur

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