Energiewirtschaft

Energieminister Christian Meyer: „Gut, dass der Atomausstieg bleibt“

Das Niedersächsische Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz hat heute die Genehmigung für den Umgang mit radioaktiven Stoffen in dem neu errichtenden Technologie- und Logistikgebäude Emsland (TLE) erteilt. Dies ist ein wichtiger Schritt für den Rückbau der beiden Atomkraftwerke Lingen und Emsland. Die Baugenehmigung für das TLE war bereits durch die Stadt Lingen erteilt worden.

„Mit der Genehmigung gehen wir in Niedersachsen einen weiteren wichtigen Schritt beim unumkehrbaren Rückbau der AKWs Lingen und Emsland voran“, erklärt der niedersächsische Energieminister Christian Meyer. „Es bleibt dabei. Atomenergie wird nicht gebraucht, ist hochriskant, gefährlich, sehr teuer und hat ein ungelöstes Endlagerproblem, wie wir in Niedersachsen nur zu gut wissen. Es ist daher gut, dass es beim Atomausstieg bleibt und auch der Rückbau und Abriss der Atomkraftwerke wie geplant vollzogen werden kann. Ein Wiederanfahren wäre auf erhebliche sicherheitstechnische und finanzielle Fragen gestoßen. Niedersachsen setzt zu 100 % auf Strom aus Erneuerbaren Energien und hat auch 2024 deutlich mehr Grünstrom erzeugt als verbraucht. Der Ausstieg aus der Atomkraft war und ist nach wie vor richtig und unumkehrbar. Die Strahlung des Atommülls wird uns noch über Generationen hinweg beschäftigen und die Endlagerfrage ist nach wie vor ungeklärt.

Wir brauchen die Atomenergie nicht, denn die Erneuerbaren sind die günstigsten und saubersten Energien und setzen ihren Triumphzug gerade in Niedersachsen unbeirrt und mit hoher Akzeptanz fort.“

Die RWE, die Betreiberin des TLE sowie der AKWs Emsland und Lingen ist, hatte bereits 2016 die Genehmigung für die Stilllegung und den Abbau des AKW Emsland und 2020 die Genehmigung zum Umgang mit radioaktiven Stoffen im TLE beantragt.

Mit der jetzt erteilten Genehmigung ist die Grundlage für die Einlagerung der Abfälle aus dem sich schon im Rückbau befindlichen Kraftwerk Lingen (KWL) und dem in 2023 stillgelegten Kraftwerk Emsland geschaffen worden. Der Rückbau des AKW Emsland soll in der zweiten Hälfte der 2030er Jahre abgeschlossen sein. Die in beiden Rückbaumaßnahmen anfallenden schwach- und mittelradioaktive Abfälle können so zunächst auf dem Gelände des Atomkraftwerkes Emsland im TLE fachgerecht verpackt und zwischengelagert werden, bis diese an den Bund übergeben werden.

Pressemeldung von  Nds. Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz

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