Produzierendes Gewerbe

Es braucht einen fairen Ausgleich

Zu Beginn der Tarifrunde für die Beschäftigten der nordwestdeutschen und ostdeutschen Eisen- und Stahlindustrie hat die IG Metall unterstrichen, dass sie sich der schwierigen Lage in der Stahlindustrie bewusst sei. Vor diesem Hintergrund habe man auf eine bezifferte Forderung verzichtet und stelle die Themen Beschäftigungssicherung, Fachkräftesicherung und Reallohnsicherung in den Mittelpunkt.

Knut Giesler, Verhandlungsführer und IG Metall Bezirksleiter NRW: „Als Sozialpartner sind wir gefordert, in dieser schwierigen Lage der Stahlindustrie unserer Verantwortung gerecht zu werden. Verantwortung für die Beschäftigten und Verantwortung für die Unternehmen. Unser gemeinsames Ziel muss es sein, dass Stahl auch weiterhin in Deutschland produziert wird und es in der Branche gute und sichere Arbeitsbedingungen für Beschäftigte gibt.“

Giesler verwies darauf, dass die Beschäftigten der IG Metall einen großen Vertrauensvorschuss gegeben hätten, in dem sie eine unbezifferte Forderung unterstützten. Die Erwartung sei aber auch, dass sie am Ende nicht weniger Geld im Portemonnaie hätten. Darum brauche es mindestens die Reallohnsicherung.

„Die Sozialpartner dürfen das Vertrauen der Menschen nicht verspielen. Es braucht einen fairen Ausgleich und für beide Seiten schnell gute Lösungen. Leider haben wir von den Arbeitgebern heute noch nichts dazu gehört, wie sie ihrer Verantwortung für schnelle und faire Lösungen gerecht werden wollen. Aber das haben sie für die zweite Verhandlung am Freitag angekündigt.“, so Giesler.

In der nordwestdeutschen Stahlindustrie arbeiten 60 000 Beschäftigte. Die zweite Verhandlung findet am 19. September statt. Die Friedenspflicht endet am 30.09.2025 um Mitternacht.

Pressemeldung von  IG Metall

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