Wissenschaft

Für die Wissenschaftsfreiheit – Unterstützung für gefährdete Forschende

Für die Wissenschaftsfreiheit – Unterstützung für gefährdete Forschende

Oldenburg. Gefährdete Forschende und die akademische Freiheit weltweit zu schützen, ist das Ziel des internationalen Netzwerks Scholars at Risk (SAR), dem die Universität Oldenburg jüngst beigetreten ist. Mehr als 500 Hochschulen und Institutionen aus 38 Ländern gehören SAR an. Das Netzwerk unterstützt verfolgte Akademikerinnen und Akademiker, indem es vorübergehende Forschungs- und Lehraufenthalte vermittelt – je nach Bedürfnis der aufnehmenden Einrichtung, Interessen der Forschenden und der vorhandenen Möglichkeiten. Das Netzwerk macht darüber hinaus Angriffe auf die Wissenschaftsfreiheit sichtbar und prangert diese an.

„Weltweit werden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aufgrund ihrer Forschungsinhalte bedroht und in ihrer akademischen Freiheit beschnitten. Als Mitglied des internationalen Netzwerks SAR tragen wir dazu bei, Betroffenen Zuflucht zu bieten, und setzen ein Zeichen für die weltweite Wissenschaftsfreiheit“, sagt Universitätspräsident Prof. Dr. Ralph Bruder.

Die deutsche Sektion des Netzwerks (SAR Germany Section) ist bei der Alexander von Humboldt-Stiftung in Bonn angesiedelt. Neben konkreter Unterstützung gefährdeter Forschender dient der Zusammenschluss dem Erfahrungs- und Informationsaustausch. Das deutsche SAR-Netzwerk führt dazu eine Reihe von Veranstaltungen durch. Darüber hinaus unterstützt das Netzwerk seine Mitglieder bei einer sogenannten Gefährdungsüberprüfung für die Philip Schwartz-Initiative der Humboldt-Stiftung. Die Initiative ermöglicht Hochschulen und Forschungseinrichtungen in Deutschland, gefährdete Forschende im Rahmen von Fellowships aufzunehmen. Ziel der vorübergehenden Aufenthalte an den Gastinstitutionen ist auch, dass Betroffene ihre Ideen und ihre Forschung weiterverfolgen und, falls möglich, in ihr Heimatland zurückkehren können.

Quelle Pressemeldung von  Universität Oldenburg

 

WEWRedakteur

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