(von links) Personalreferentin Rabea Balzar (Landwehr Computer und Software), Economist Dr. Regina Flake (Kompetenzzentrum Fachkräftesicherung am Institut der Deutschen Wirtschaft Köln e. V.), Prof. Dr. Heike Schinnenburg (Hochschule Osnabrück) Verbandsjuristin Jana Billigmann (IAV), stellvertretende Hauptgeschäftsführerin Sabine Stöhr (IAV) und stellvertretender Hauptgeschäftsführer Eckhard Lammers (IHK).
„Der Ausbildungsmarkt hat sich gedreht. Damit Lehrstellen keine Leerstellen bleiben, müssen Unternehmen ihre Ausbildungsmöglichkeiten attraktiv vermitteln, um die Nachwuchskräfte für sich zu gewinnen“, erklärte Dr. Regina Flake, Economist beim Kompetenzzentrum Fachkräftesicherung am Institut der deutschen Wirtschaft in Köln.
Es sei nicht mehr ausreichend, gute Produkte oder Dienstleistungen auf den Markt zu bringen, da solche Qualitäten keinerlei Aussagekraft über das Angebot als Ausbildungsbetrieb oder Arbeitgeber hätten. Flake referierte vor mehr als 80 Personalverantwortlichen, die sich in den Tagungsräumen der Landwehr-Akademie in Wietmarschen-Lohne zu Fragen der Ausbildung, der Personalentwicklung und rechtlichen Rahmenbedingungen austauschten. Zum ersten Mal wurde dieser Austausch, der die Personalarbeit in den Fokus rückte, gemeinsam von der IHK und dem Industriellen Arbeitgeberverband Osnabrück – Emsland – Grafschaft Bentheim e. V. (IAV) organisiert.
Nicht nur bei der Nachwuchsgewinnung, sondern auch, wenn es darum geht, Beschäftigte langfristig an das Unternehmen zu binden, stehen Personalverantwortliche vor besonderen Herausforderungen. Dazu sprach Prof. Dr. Heike Schinnenburg von der Hochschule Osnabrück: „In der agilen Arbeitswelt von heute brauchen wir eine strategische Personalentwicklung, die den Mitarbeitern sowohl horizontale als auch vertikale Karrierewege im Unternehmen ermöglicht.“
Einen ganz praktischen Einblick in die Gewinnung und Bindung von Nachwuchskräften, insbesondere in den IT-Berufen, gab Rabea Balzar, Personalreferentin der Landwehr Computer und Software GmbH. Über die arbeitsrechtlichen Rahmenbedingungen rund um die betriebliche Aus- und Weiterbildung mit Hinweisen für die Praxis informierte IAV-Verbandsjuristin Jana Billigmann. Die Veranstaltung bot den Teilnehmern genug Raum, um über die Vorträge zu diskutieren.
Wie wichtig dieser Austausch vor dem Hintergrund der aktuellen Ausbildungssituation ist, unterstrich Eckhard Lammers, stellvertretender IHK-Hauptgeschäftsführer „Fast jedes dritte regionale Unternehmen konnte im vorigen Jahr nicht alle angebotenen Ausbildungsplätze besetzen.“ „Die große Resonanz auf diese Veranstaltung zeigt eindringlich“, so Sabine Stöhr, stellvertretende IAV-Hauptgeschäftsführerin, „dass wir gemeinsam Wege finden müssen, das vorhandene Potenzial für die duale Ausbildung in unserer Region weiterzuentwickeln. Deshalb werden wir dieses Veranstaltungsformat fortsetzen.“
Quelle: Pressemeldung Industrie- und Handelskammer Osnabrück – Emsland – Grafschaft Bentheim
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