HANNOVER. Wie das Landesamt für Statistik Niedersachsen (LSN) mitteilt, stieg der Nominallohnindex im Jahr 2021 im Vergleich zum Vorjahr um 2,4%. Im Jahr 2020 war der Nominallohnindex mit -0,9% zum ersten Mal seit der Einführung der Vierteljährlichen Verdiensterhebung im Jahr 2007 negativ gewesen.
Die Entwicklung des Reallohnindex ist sowohl von der Entwicklung des Nominallohnindex als auch von der Entwicklung des Verbraucherpreisindex abhängig. So lag die durchschnittliche Preisveränderung in Niedersachsen im Jahr 2021 bei +3,0% im Vergleich zum Vorjahr. Die preisbereinigten Bruttomonatsverdienste, die Reallöhne, gingen dementsprechend im Jahr 2021 in Niedersachsen um durchschnittlich 0,7 % zum Vorjahr zurück. Bereits im Jahr 2020 hatten sich die Reallöhne (-1,2%) rückläufig entwickelt.
Die rückläufige Entwicklung des Nominallohns im Jahr 2020 war auf den verstärkten Einsatz von Kurzarbeit aufgrund der Corona-Pandemie zurückzuführen. Der Anstieg der Nominallöhne im Jahr 2021 lässt sich u.a. durch die Lockerungen der Corona-Maßnahmen und die damit verbundene geringere Inanspruchnahme von Kurzarbeit erklären. Auch die durchschnittliche wöchentliche Arbeitszeit normalisierte sich im Jahr 2021 wieder. Die bezahlte Wochenarbeitszeit der Vollzeitbeschäftigten lag im Jahr 2021 bei 38,3 Stunden. Im Vergleich zum Vorjahr erhöhte sich die wöchentliche Arbeitszeit um 0,7%.
Quelle Pressemeldung von Landesamt für Statistik Niedersachsen
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