Wie wirkt sich der Klimawandel auf die Böden und das Grundwasser von Niedersachsen aus? Mit welchen Herausforderungen müssen wir rechnen und welche Regionen sind besonders betroffen? Antworten auf diese und viele weitere Fragen liefert die vom Niedersächsischen Umweltministerium geförderte „Klimawirkungsstudie Niedersachsen“.
Das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) hat die Ergebnisse der Studie zu den Themenfeldern Boden und Grundwasser jetzt auf seinem NIBIS® Kartenserver unter https://nibis.lbeg.de/cardomap3/ veröffentlicht. Dort können Interessierte nun einsehen, wo und wie stark der Klimawandel in der „Nahen“ (2021-2050) und „Fernen Zukunft“ (2071-2100) zu Veränderungen führt.
Die Karten zeigen, dass der Klimawandel deutliche Auswirkungen auf das Grundwasser und die Böden in Niedersachsen hat. So wird die Grundwasserneubildung im Sommer – also in der stärksten Beanspruchungsphase – abnehmen. Durch ausbleibenden Regen und höhere Verdunstung steigt zeitgleich der Wasserbedarf (z.B. für die Feldberegnung).
Die Karten geben einen guten Überblick über die Grundwasserneubildung, den Zusatzwasserbedarf, die Wassererosion und das Verlagerungspotential von Schad- und Nährstoffen. Besonders betroffene Regionen können so erkannt werden. Durch dieses Wissen lassen sich frühzeitig Anpassungsstrategien sowie -maßnahmen entwickeln, die sich beispielsweise in Raumordnungsprogrammen wiederfinden.
Die Klimawirkungsstudie, die diese und weitere Ergebnisse zum Thema Klimawandel zusammenfasst, ist innerhalb des Klimakompetenznetzwerkes Niedersachsen entstanden. In den nächsten Wochen wird das Niedersächsische Umweltministerium (MU) zehn Faktenblätter herausgeben, die die Klimawirkungsstudie kurz zusammenfassen und als Informationsmaterial für die Kommunen in Niedersachsen dienen.
Die Studie wurde im Auftrag des MU, vom Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) und vom LBEG in enger Kooperation erstellt. Die Basis der Studie ist der im Juni 2018 veröffentlichte „Klimareport Niedersachsen“ des Deutschen Wetterdienstes (DWD), bei dem auch das LBEG bereits mitwirkte.
Quelle: Pressemeldung Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie
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