Energiewirtschaft

Zensus 2022: 5,4% der Wohngebäude in Niedersachsen mit erneuerbaren Energieträgern beheizt

Zensus 2022: 5,4% der Wohngebäude in Niedersachsen mit erneuerbaren Energieträgern beheizt

In Niedersachsen gab es am 15. Mai 2022 (Zensusstichtag) rund 2,31 Millionen Wohngebäude (ohne Wohnheime). Wie das Landesamt für Statistik Niedersachsen (LSN) auf Basis der Ergebnisse des Zensus 2022 mitteilt, lag der Anteil der erneuerbaren Energieträger der Heizung in diesen Gebäuden bei zusammen 5,4%. Dazu zählen Holz oder Holzpellets (2,6%), Solar-/Geothermie oder Wärmepumpen (2,7%) sowie Biomasse oder Biogas (0,1%). Der überwiegende Teil der Wohngebäude wurde mit dem fossilen Energieträger Gas beheizt (71,2%).

Bei Neubauten nimmt der Einsatz von erneuerbaren Energieträgern zu. Dabei ist insbesondere eine deutliche Zunahme bei der Nutzung von Solar/Geothermie und Wärmpumpen zu erkennen. Von den insgesamt rund 195.000 Neubauten ab dem Jahr 2010 wurden zum Zensusstichtag bei 18,8% Solar-/Geothermie oder Wärmepumpen als Energieträger der Heizung genutzt. Im Vergleich dazu betrug der Anteil bei den Baujahren von 1990 bis 2009 noch 2,5%. Die zwischen 1990 und 2009 errichteten Wohngebäude wurden mehrheitlich mit Gas beheizt (85,2%). Bei den jüngeren Bauten ab 2010 sank dieser Anteil auf 67,1%. Auch wenn die Mehrheit der Gebäude in Niedersachsen weiterhin mit Gas beheizt wird, ist aus diesen Ergebnissen ein Trend zu erneuerbaren Energieträgern feststellbar.

Die Nutzungsanteile erneuerbarer Energieträger bei Neubauten verteilen sich regional unterschiedlich. Aufgrund der Gebäudestrukturen in Großstädten mit Mehrfamilienhäusern ist der Anteil von Solar-/Geothermie oder Wärmepumpen bei Neubauten geringer als in ländlichen Regionen mit mehr Einfamilienhäusern. So betrug zum Zensusstichtag beispielsweise im Landkreis Holzminden der Anteil der Beheizung mit Solar-/Geothermie oder Wärmepumpen rund 42,6% bei Neubauten seit 2010. Weitere niedersächsische Landkreise mit hohen Anteilen dieses Energieträgers bei Wohngebäuden mit Baujahr 2010 und später sind Northeim (35,3%), Göttingen (33,9%) und Helmstedt (31,7%). Bei den kreisfreien Städten weist die Stadt Wolfsburg bei der Nutzung von Solar-/Geothermie oder Wärmepumpen den höchsten Anteil auf (22,2%). In der Landeshauptstadt Hannover betrug der Anteil bei den jüngsten Gebäuden 17,3%.

Pressemeldung von  LSN

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