ie das Landesamt für Statistik Niedersachsen (LSN) mitteilt, gab es in den Jahren seit 2022 kaum Entwicklungen bei den Verdienstunterschieden zwischen Frauen und Männern. Dies geht aus den aktuellen Zahlen des Gender Gaps Arbeitsmarkt hervor.
In Niedersachsen lag der Gender Gap Arbeitsmarkt im Jahr 2025 bei 40% und stieg damit im Vergleich zum Vorjahr um einen Prozentpunkt. Grundsätzlich gilt: Je höher der Wert ist, desto stärker ist die Verdienstungleichheit auf dem Arbeitsmarkt ausgeprägt. Im Vorjahr lag der Wert bei 39%, in den Jahren 2022 und 2023 bei jeweils 41%. Damit bleibt die Verdienstungleich in Niedersachsen auf hohem Niveau. Bundesweit lag der Gender Gap Arbeitsmarkt im Jahr 2025 bei 37%. In Westdeutschland fällt der Indikator mit 39% wesentlich höher aus als in den ostdeutschen Bundesländern (22%).
Der Gender Pay Gap gilt als der zentrale Indikator zur Messung der Verdienstunterschiede zwischen Frauen und Männern. Jedoch bildet er die Verdienstungleichheit nicht vollständig ab. Der Gender Gap Arbeitsmarkt (GGA) berücksichtigt dahingegen drei Komponenten, und zwar
Dadurch entsteht ein umfassenderes Bild von der Verdienstungleichheit zwischen Männern und Frauen. Denn Frauen verdienen im Monat durchschnittlich nicht nur weniger Geld, sondern arbeiten weniger Stunden und nehmen seltener am Erwerbsleben teil. Dies hat nicht nur finanzielle Auswirkungen im Monat, sondern langfristig auf die soziale Absicherung im Rentenalter.
Eine wesentliche Ursache für die Verdienstunterschiede zwischen Frauen und Männern ist weiterhin die höhere Teilzeitquote von Frauen. Männer gingen im Jahr 2025 monatlich durchschnittlich 148 Stunden einer bezahlten Arbeit nach, bei Frauen waren es 116 Stunden im Monat. Damit brachten Frauen 22% weniger Zeit für bezahlte Arbeit auf als Männer (Gender Hours Gap). In den Jahren 2022 bis 2024 lag der Wert bei 21%.
Auch bei der Teilnahme am Erwerbsleben gibt es weiterhin Unterschiede zwischen den Geschlechtern. Aktuelle Zahlen des Mikrozensus zur Erwerbstätigkeit aus dem Jahr 2024 zeigen, dass knapp 74% aller Frauen einer bezahlten Arbeit nachgingen. Bei den Männern waren es rund 81%. Damit blieb der Gender Employment Gap seit dem Jahr 2022 unverändert bei 9%.
Pressemeldung von LSN
Die Maschinenfabrik Bernard Krone GmbH & Co. KG in Spelle ist erstmals mit dem IHK-Qualitätssiegel…
Wachstum ist für mittelständische Unternehmen kein Selbstläufer. Während Großkonzerne auf ganze Abteilungen für Marktforschung und…
Unternehmen investieren zunehmend in IT-Sicherheit, Datenschutz und Krisenvorsorge. Physische Sicherheitsrisiken geraten dabei jedoch häufig in…
Die Wirtschaftlichkeit eines Unternehmens entscheidet sich längst nicht mehr nur im Vertrieb, sondern maßgeblich im…
Refinanzierungsmöglichkeiten und Produktbreite sinnvoll nutzt. Denkbar sind breitere Finanzierungslösungen, etwa bei Investitionen, Immobilienprojekten, Leasing, Factoring…
Produktionsunternehmen sammeln heutzutage deutlich mehr Daten als noch vor ein paar Jahren. Maschinen melden Zustände…