Energiewirtschaft

Lagerstättenwasseraustritt bei Emlichheim

LBEG fordert umgehend Sanierungskonzept und weitere Grundwassermessstellen

Das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie hat heute von der Wintershall Dea gefordert, bis Ende August ein Konzept für ein erweitertes Monitoring mit zusätzlichen Messstellen vorzulegen, dass das oberflächennahe Grundwasser und Oberflächengewässer betrifft.

Ziel ist es, sicherzustellen, dass auch zukünftig kein Aufstieg der Schadstoffe in das nutzbare Grundwasser erfolgt. Parallel hat das Unternehmen nach Aufforderung des LBEG zugesichert, bis Ende September ein Sanierungskonzept vorzulegen. Die Tiefenbohrung, die zurzeit im Abstrom der Bohrung Emlichheim 132 niedergebracht wird, kann zukünftig dazu genutzt werden verunreinigtes Grundwasser zu fördern. Diesem Sanierungsbrunnen müssen weitere folgen.

Zurzeit ist das LBEG dabei, die in den vergangenen beiden Wochen zugesandten Daten der Unternehmen zu sämtlichen Einpress- und Versenkbohrungen in Niedersachsen auszuwerten. Ziel ist es, auszuschließen, dass ähnlich gelagerte Korrosionen an anderen Bohrungen in Niedersachsen gibt.

Parallel erstellt das LBEG aktuell ein Konzept zur Überprüfung aller Einpress- und Versenkbohrungen in Niedersachsen. Mit dem Konzept sollen die Bohrungen zeitnah technisch überprüft werden.

Unter Leitung des LBEG hatten sich heute Vertreter des Niedersächsischen Wirtschaftsministeriums, des Niedersächsischen Umweltministeriums, des Niedersächsischen Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz, des Landkreises Grafschaft Bentheim und der Samtgemeinde Emlichheim mit Vertretern der Wintershall Dea getroffen, um über das weitere Vorgehen bei den defekten Bohrstellen Emlichheim 132 und Emlichheim 51 in der Grafschaft Bentheim zu beraten. Zu Gast waren auch Vertreter der niederländischen Provinz Drenthe.

An den Bohrungen Emlichheim 132 und Emlichheim 51 in der Grafschaft Bentheim ist es zu Korrosionen gekommen. Dabei sind aus der Bohrung Emlichheim 132 voraussichtlich in einer Tiefe von mehr als 150 Metern zwischen 2014 und 2018 bis zu 220.000 Kubikmeter Lagerstättenwasser in den Untergrund ausgetreten. Das hat eine vorläufige Gefährdungsabschätzung des Betreibers der Bohrung ergeben. Nach derzeitigem Kenntnisstand besteht keine Gefahr für die Menschen.

Die bisher genommenen Oberflächenwasserproben zeigen in Zusammenhang mit dem Lagerstättenwasser keine Auffälligkeiten. Im Abstrombereich der Bohrung wird kein Trinkwasser gewonnen.

Aus der Bohrung Emlichheim 51 ist nach derzeitigen Kenntnissen kein Lagerstättenwasser ausgetreten. Die Untersuchungen an dieser Bohrung sind noch nicht abgeschlossen.

 

Quelle: Pressemeldung Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie

WEWRedakteur

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