Wirtschaftsstandort Stadt Oldenburg

Industrieumsatz im ersten Halbjahr 2019 gestiegen

Industrie schafft über 2000 neue Arbeitsplätze

Oldenburg. Der Umsatz der Industrieunternehmen mit mehr als 50 Beschäftigten im Oldenburger Land ist in den ersten sechs Monaten dieses Jahres im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 2,9 Prozent gestiegen. Das Umsatzvolumen betrug 11,9 Milliarden Euro. Niedersachsenweit nahmen die Industrieerlöse um 0,8 Prozent zu. Dies teilt die Oldenburgische Industrie- und Handelskammer (IHK) auf der Basis von Zahlen des Landesamtes für Statistik Niedersachsen mit.

„Die Industriekonjunktur ist im Oldenburger Land trotz eines schwierigen wirtschaftlichen Umfeldes dank einer stabilen Inlandsnachfrage zufriedenstellend verlaufen“, erläutert Dr. Thomas Hildebrandt, IHK-Hauptgeschäftsführer.

Der Export ist im Vergleich zum ersten Halbjahr 2018 um fast zwei Prozent auf 3,1 Milliarden Euro gestiegen. Die Exportquote, also der Anteil des Auslandsumsatzes am Gesamtumsatz, beträgt 26,6 Prozent (Vorjahreszeitraum 26,9 Prozent).

 

 

Landkreis Oldenburg vorn

„Die regionale Entwicklung verlief sehr uneinheitlich“, so Björn Schaeper, IHK-Geschäftsführer für den Bereich Wirtschaftspolitik. Spitzenreiter bei der Umsatzentwicklung ist der Landkreis Oldenburg mit einem Plus von 31,6 Prozent. Das sei jedoch hauptsächlich auf den Zuzug eines großen Industriebetriebes aus dem Nachbarkreis zurückzuführen.

Im Gegenzug weist der Landkreis Cloppenburg daher ein Minus von 4,6 Prozent bei den Industrieumsätzen auf. Die Stadt Wilhelmshaven verzeichnete ein Plus von 16,4 Prozent, gefolgt von der Stadt Delmenhorst (+12,8 Prozent), den Landkreisen Ammerland (+7,4 Prozent), Wesermarsch (+1,1 Prozent) und Vechta (+0,4 Prozent). Umsatzrückgänge gab es in der Stadt Oldenburg (-0,4 Prozent) und im Landkreis Friesland (-1,7 Prozent).

Der Schiff- und Flugzeugbau meldete ein deutliches Umsatzplus von neun Prozent. Im Maschinenbau betrug die Steigerung vier, im Ernährungsgewerbe über drei Prozent. Erlösrückgänge gab es in der Kunststoffindustrie (-2,1 Prozent) und bei den Herstellern von Kraftwagen und Kraftwagenteilen (-4,6 Prozent).

Für die Bauunternehmen im Oldenburger Land verliefen die ersten sechs Monate des Jahres 2019 sehr erfolgreich. Der Umsatz stieg gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 15,2 Prozent auf 650 Millionen Euro. Im Hochbau nahm der Umsatz um 12,5 Prozent zu. Zugpferd war hier der Wohnungsbau (+16,6 Prozent). Der Umsatz im gewerblichen Bau stieg um 5,6 Prozent und im öffentlichen Bau um 24,4 Prozent. Im Tiefbau gab es ein Plus von 19,2 Prozent.

„Derzeit ist die Situation von den Zahlen stabil“, so Dr. Thomas Hildebrandt. Spannend werde es im zweiten Halbjahr insofern, als dass sich zeigen werde, wie die Erwartungen der Industrie mit den Ergebniszahlen korrespondieren. „Noch ist nicht klar, wie beispielsweise der nahende Brexit letztlich wirkt“, so Hildebrandt.

 

 

Kräftiges Beschäftigungsplus

Die Industriebeschäftigung stieg um 3,1 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf über 71.800 Personen. Damit sind über 2000 neue Arbeitsplätze in der Industrie entstanden. Die Spannbreite der Beschäftigungsentwicklung reicht von über acht Prozent im Landkreis Wesermarsch bis zu minus 5,1 Prozent in der Stadt Wilhelmshaven.

 

 

Quelle: Pressemeldung Oldenburgischen Industrie- und Handelskammer

WEWRedakteur

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