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IT & Kommunikation

Glasfaserausbau – Telekom und EWE kooperieren

Glasfaserausbau – Schnelles Internet und Wirtschaftsmotor

Der Breitbandausbau ist eine der wichtigsten Maßnahmen in der heutigen Zeit. Mit dem Glasfaserausbau wird jedem die Möglichkeit des schnellen Internets und somit der schnellen Kommunikation und Information gegeben. Durch die flächendeckende Versorgung und der damit verbundenen Flexibilität im Privat- als auch im Arbeitsleben gehört die Internet-Hochgeschwindigkeit schon fast zur Daseinsvorsorge. Gerade für Unternehmen ist die Anbindung an das Glasfasernetz eine unabdingbare Voraussetzung.
Und darin liegen auch die Gründe, warum die öffentliche Hand diesen Ausbau, unterstützt, subventioniert und auch vorantreibt.

Die Vorgehensweise ist hierbei jedoch unterschiedlich. Man kann sowohl sofort das FttB-Netz installieren und somit die Grundlage für eine digitale Infrastruktur schaffen, als auch die bestehenden Netze kurzfristig auf FttC-Standard hochrüsten und eine Rate von bis zu 50 Mbit/s leisten.
Die Anbindung an das schnelle Internet ist wichtiger Bestandteil der digitalen Teilhabe und berührt Mensch wie Wirtschaft gleichermaßen.

Details über Glasfaserausbau – Telekom und EWE kooperieren

Die Telekom als einer der Hauptanbieter des schnellen Internets ist im Bereich des Ausbaus auf der Suche nach Partnern, um so die Bedürfnisse nach schnellem Internet in kürzerer Zeit umsetzen zu können.
Aus diesem Grund arbeitet man mit EWE, einem Anbieter und direktem Konkurrenten aus Oldenburg zusammen. In dieser Kooperation soll der Wettbewerb außer Acht gelassen werden und das Ziel im Vordergrund stehen. Dieses Vorgehen soll Zukunftscharakter haben und den Grundstein für weitere Projekte legen.
Die beiden Unternehmen wollen hierfür eine eigenständige Firma gründen und den Ausbau in den Ländern Bremen, Niedersachsen und NRW bewerkstelligen. Für diesen Glasfaserausbau, durch den mehr als eine Million Privathaushalte und Firmen eine Netzanbindung erfahren, stehen Mittel in Höhe von ca. zwei Milliarden Euro zur Verfügung.

Auch weil Deutschland vergleichsweise im Bereich der digitalen Infrastruktur relativ schlecht ausgestattet ist, werden Bündnisse dieser Art gesucht. Dadurch soll erreicht werden, dass Deutschland hier nicht den Anschluss verliert und wettbewerbsfähig für Unternehmen und lebenswert für die Menschen bleibt. Europaweit betrachtet belegt Deutschland hier den drittletzten Platz. Aber gerade in der Glasfaseranbindung liegt die Zukunft des Internets.

Dieser Tatsache bewusst, hat die Bundesregierung die Devise ausgegeben, mittelfristig bis 2025 eine flächendeckende Versorgung sicherzustellen. Zurzeit befinden sich rund 500.000 Kilometer Glasfaserkabel in der Erde, die alleine der Telekom gehören. Diese dienen jedoch in erster Linie der Versorgung von Mobilfunkmasten oder großer Städte. Eine Anbindung an die Kunden ist eher die Ausnahme. Ab den Verteilerkästen der Telekom laufen in der Regel normale Kupferleitungen zu den Kunden, die diese Datenmenge nicht erreichen und leisten können. Die großen Anbieter versuchen über Vectoring diesen Nachteil auszugleichen. Mittlerweile können mit der neuesten Technik hier Raten von bis zu 250 Mbit/s erreicht werden. Eine Gigabit-Rate ist jedoch unmöglich. Und diese Rate ist das, was zukünftig zwingend benötigt wird.

Trotz der Zusammenarbeit bleibt es aber bei der strikten Trennung der unternehmen. Partner ja, aber Konkurrenten im Wettbewerb. Die Zusammenarbeit bietet eine win-win-Situation für beide Unternehmen. EWE hat den Vorteil, durch die Nutzung der Telekom-Ressourcen eine Einsparung bzw. Kostenreduzierung bei der Kabelverlegung erzielen zu können. Hier werden auf beiden Seiten jeweils 50 % eingespart.

Für die Telekom hat diese Zusammenarbeit aber noch einen weiteren Vorteil. Als einer der Marktführer im Glasfaserausbau und ehemaliger Telekommunikationsmonopolist kontrolliert die Telekom heute den größten Teil der Telefonleitungen. Durch eine Zusammenarbeit mit anderen Unternehmen, die vollkommen losgelöst sind von der Telekom, wird dieser Bereich etwas gelockert und die Telekom kann so einer eventuellen Regulierung durch die Bundesnetzagentur vorbeugen. Ist die Dominanz der Telekom nicht mehr gegeben, besteht für die Aufsichtsbehörde keine Veranlassung mehr, einzuschreiten und der Telekom Preise für die Zurverfügungstellung der Leitungen vorzuschreiben.

Weser-Ems-Wirtschaft

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