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Das Bundeskabinett hat heute die Blockchain-Strategie der Bundesregierung beschlossen. Deren Ziel ist es, den Einsatz von Blockchain in Deutschland zu fördern. „Die Bundesregierung setzt mit einer eigenen Blockchain-Strategie ein Zeichen. Die Initiative kann der noch jungen Technologie den nötigen Schub verleihen. Deutschland bietet sich die Chance, eine weltweite Vorreiterrolle beim Einsatz und bei der Entwicklung der Blockchain einzunehmen“, sagte Bitkom-Präsident Achim Berg. „Die Blockchain hat das Potenzial, bisher gängige Verfahren völlig auf den Kopf zu stellen und ganze Branchen grundlegend zu verändern. Es gilt jetzt, die in der Blockchain-Strategie angekündigten Maßnahmen rasch umzusetzen.“
Unter den vorgesehenen Maßnahmen kommt der Pilotierung von Blockchain-basierten digitalen Identitäten eine besondere Bedeutung zu. Berg: „Digitale Identitäten sind die Voraussetzung für viele innovative Blockchain Anwendungen, insbesondere in Zusammenhang mit Industrie 4.0 und dem Internet of Things. Deutschland kann und sollte hier Standards setzen.“
Darüber hinaus begrüßt der Bitkom die Pläne, das deutsche Recht für elektronische Wertpapiere zu öffnen und Rechtssicherheit für das Angebot von Krypto-Tokens zu schaffen. Der Staat selbst könne beim Thema Blockchain eine Vorreiterrolle einnehmen. So möchte die Bundesregierung z.B. die Blockchain-basierte Verifikation von Hochschulzertifikaten fördern. „Um das nötige Tempo bei der Blockchain-Technologie zu erreichen, schlagen wir darüber hinaus ganz konkrete, schnell umsetzbare Projekte in der öffentlichen Verwaltung mit Leuchtturm-Wirkung vor“, so Berg.
Zudem müssten mehr finanzielle Mittel bereitgestellt werden, um Grundlagenforschung und konkrete Forschungsprojekte zur Blockchain-Technologie voranzutreiben oder Blockchain-Professuren an den Hochschulen zu schaffen. Zu häufig tauchen nach Ansicht des Bitkom Begriffe wie „prüfen“, „untersuchen“ oder „evaluieren“ bei den vorgesehenen Maßnahmen auf. „Bei einer jungen Technologie wie Blockchain ist Zeit ein entscheidender Faktor. Wir dürfen uns nicht mehr lange beim Prüfen und Untersuchen aufhalten, sondern müssen so schnell wie möglich Know-how aufbauen und vertiefen – und dann in neue Produkte und Lösungen übersetzen“, so Berg.
Gerade auch in der Wirtschaft gibt es bei der Blockchain noch Nachholbedarf. Nicht einmal jedes zwölfte Unternehmen ab 50 Mitarbeitern (8 Prozent) diskutiert nach einer Bitkom-Studie zumindest über den Einsatz von Blockchain-Technologie. Hauptgrund für diese Zurückhaltung ist die fehlende Expertise im Umgang mit möglichen Anwendungen.
An dieser Stelle setzt der heute von Bitkom veröffentlichte Leitfaden „Evaluierung und Implementierung von Blockchain Use Cases“ an. Er gibt jedem Unternehmen eine einfache Checkliste an die Hand, mit der sich prüfen lässt, ob die Blockchain-Technologie geeignet ist, ein konkretes unternehmerisches Problem zu lösen.
Darüber hinaus stellt der Bitkom-Leitfaden eine einfache Roadmap vor, wie Unternehmen eine Blockchain-Lösung in ihrem Unternehmen entwickeln und einführen können. „Viele Unternehmen interessieren sich stark für die Blockchain und sehen die künftige Bedeutung der Technologie. Unternehmen brauchen aber ganz konkrete praktische Hilfe, wie sie die Blockchain einführen und anwenden können“, so Berg.
Der Leitfaden „Evaluierung und Implementierung von Blockchain Use Cases“ steht zum Download bereit unter: www.bitkom.org/Bitkom/Publikationen/Evaluierung-Implementierung-Blockchain-Use-Cases
Quelle: Pressemeldung Bitkom
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