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Wissenschaft

Niedersächsische „Wissenschaftsallianz Wasserstofftechnologie“ entsteht

Thümler: Forschungskompetenzen bei Zukunftstechnologie bündeln

Unter dem Dach des Energieforschungszentrums Niedersachsen (EFZN) wird eine „Wissenschaftsallianz Wasserstofftechnologie“ entstehen. Das hat Niedersachsens Wissenschaftsminister Björn Thümler heute (Mittwoch) im Rahmen einer Pressekonferenz in Hannover mitgeteilt. Die neue Allianz bündelt die Kompetenzen der Wasserstoffforschung in Niedersachsen – beteiligt sind die Universitäten Braunschweig, Clausthal, Hannover und Oldenburg, darüber hinaus die Jade Hochschule, das DLR-Institut für Vernetzte Energiesysteme Oldenburg, das Fraunhofer Heinrich-Hertz-Institut Goslar, das Institut für Solarenergieforschung Hameln sowie die Physikalisch-Technische Bundesanstalt.

„Wasserstoff aus regenerativen Quellen kommt bei der angestrebten Energiewende eine bedeutende Rolle zu. In verarbeiteter Form bietet er eine überzeugende Antwort auf die Frage nach Langzeitspeicherung erneuerbarer Stromerzeugung„, betonte Thümler. „Als Bundesland mit der höchsten Produktion regenerativer Energien will Niedersachsen den nächsten Schritt gehen und die Forschungskompetenzen bei der Entwicklung von grünen Speichertechnologien bündeln, um auch bei dieser Zukunftstechnologie eine nationale und europäische Spitzenposition einnehmen.“ Ziel der neuen Wissenschaftsallianz sei es, das EFZN als zentrale Forschungs-, Vernetzungs- und Kommunikationsplattform auszubauen, um aktuelle Entwicklungen im Bereich Wasserstoff schnellstmöglich aufgreifen und mitgestalten zu können.

„Niedersachsen ist ein herausragender Standort für die weitere Erforschung von Wasserstofftechnologien. Unser Land verfügt nicht nur über immense Ressourcen zur Produktion aus erneuerbaren Energien, sondern auch über hohe wissenschaftliche Kompe­tenz zu Aspekten wie Erzeugung, Speicherung, Qualitätssicherung, Transport und Nutzung. Wir als EFZN freuen uns auf die Arbeit in der Wissenschaftsallianz, weil wir davon überzeugt sind, dass Wasserstoff an der Schnittstelle der Sektoren Strom, Wärme und Mobilität maßgeblich zur erfolgreichen Gestaltung der Energiewende beitragen wird“, sagt Prof. Dr. Carsten Agert, Vorstandssprecher des EFZN.

Prof. Dr.-Ing. Richard Hanke-Rauschenbach, der die Wasserstoffforschung am EFZN fachlich begleitet und deshalb mit allen niedersächsischen Wasserstoffforschern in engem Austausch steht, freut sich: „Die Wissenschaftsallianz und auch die in Aussicht gestellte Förderung kommen gerade zum rechten Zeitpunkt. Sie versetzen uns niedersächsische Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in die Lage, das künftig sehr wichtige Thema Wasserstoff prioritär zu behandeln und zum Nutzen von Niedersachsen zu entwickeln.“

Um die neugegründete Allianz zu unterstützen, werde das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur (MWK) zudem noch in diesem Jahr eine entsprechende Förderausschreibung auf den Weg bringen, kündigte Minister Thümler an. Die Ausschreibung solle als Ideenwettbewerb konzipiert werden – mit dem Ziel, Forschungsverbünde zu etablieren, die als Innovationslabore themenbezogen Kompetenzen im Hinblick auf Wasserstofftechnologien bündeln. Thümler: „Die Innovationslabore sollen hochgradig innovative Ideen erarbeiten und gleichzeitig mit entsprechenden Partnern aus der Praxis den Transfer in die Wirtschaft begleiten.“

Das MWK wird die Ausschreibung für den Herbstverwendungsvorschlag des Niedersächsischen Vorab der VolkswagenStiftung vorschlagen. Insgesamt sollen 6,5 Millionen Euro für die Innovationslabore zur Verfügung gestellt werden. Die Ausschreibung soll voraussichtlich Ende 2019/Anfang 2020 veröffentlich werden.

Hintergrund:

Energieforschungszentrum Niedersachsen (EFZN)

Das 2008 gegründete Energie-Forschungszentrum Niedersachsen (EFZN) ist ein gemeinsames wissenschaftliches Zentrum der Universitäten Braunschweig, Clausthal, Göttingen, Hannover und Oldenburg. Als zentrale Forschungs-, Vernetzungs- und Kommunikationsplattform bündelt es die Energieforschungskompetenzen der Universitätsstandorte aus den Natur- und Ingenieurwissenschaften sowie Rechts-, Sozial- und Wirtschaftswissenschaften und führt die Akteure der Transformation des Energiesystems aus Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft zusammen.

Weitere Informationen zum EFZN finden Sie hier: https://www.efzn.de/de/home/

 

Quelle: Pressemeldung Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur

WEWRedakteur

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