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Bildunterschrift: Wie geht es weiter mit dem kommunalen Engagement bei der Sprachförderung von Menschen mit Zuwanderungsgeschichte? Darüber berieten bei einer Klausurtagung die Sprachförderkoordinatoren aus Niedersachsen. Foto: MaßArbeit / Jonas Meyer
Deutschlernen für Migrantinnen und Migranten: Wichtig sind zielgruppengenaue Kurse und keine langen Wartezeiten
Osnabrück. Deutsch zu lernen, ist für Menschen mit Zuwanderungsgeschichte unabdingbar, um im neuen Heimatland anzukommen. In Niedersachsen gibt es rund 45 vom Land Niedersachsen unterstützte Sprachförderkoordinatoren (SFK), die sich in den Kommunen um die Angebote zur Sprachkenntnisvermittlung für Migrantinnen und Migranten kümmern.
Doch die Förderung läuft Ende des Jahres aus. In einer Klausurtagung in Hannover haben die Koordinatorinnen jetzt gemeinsam über Perspektiven der Arbeit und künftige Herausforderungen beraten.
Referent Gerd Goldmann vom Niedersächsischen Landkreistag betonte, dass sich die kommunale Sprachförderung zahlreichen neuen Aufgaben stellen müsse. So gebe es eine wachsende Zuwanderung aus EU-Staaten und aufgrund des neuen Fachkräfteeinwanderungsgesetzes weitere Zielgruppen.
„Doch auch die Mobilität in den ländlichen Regionen und die Notwendigkeit, vermehrt Sprachförderung mit Kinderbetreuung anzubieten, stellt die Sprachförderkoordinatoren vor neue Herausforderungen“, so Goldmann. Gerade mit Blick auf die Finanzierung müsse diese Situation von den kommunalen Spitzenverbänden gegenüber der Politik deutlich gemacht werden.
Die für den Landkreis Osnabrück eingesetzten Sprachkoordinatorinnen, Katja Bielefeld (Leiterin des Migrationszentrums des Landkreises Osnabrück) und Juliane Macke von der Volkshochschule Osnabrücker Land nahmen an der Klausurtagung für den Landkreis Osnabrück teil und unterstützten ihre Kollegen mit viel Erfahrung.
Die Kreisverwaltung hatte bereits 2014 eine durchgängige Sprachbildung und Sprachförderung aufgebaut, die kontinuierlich weiterentwickelt wird. „Mit unserem Rahmenkonzept Sprache ist es gelungen, eine intensive Verzahnung der Akteure in der Kreisverwaltung und in den Bildungseinrichtungen herzustellen und so zielgruppengenau Kinder, Jugendliche und Erwachsene sprachlich zu fördern“, skizzierte Macke
Die beiden von Land geförderten Koordinierungsstellen im Landkreis sorgen dafür, dass möglichst allen Migranten angemessene Sprachfördermöglichkeiten zur Verfügung stehen. „Schwierig ist oft die Erreichbarkeit der Angebote in unserem Flächenlandkreis“, beschrieb Bielefeld.
Nicht bei allen Kursen werde sofort die geforderte Mindesteilnehmerzahl erreicht und es entstünden Wartezeiten. Gesetzliche Einschränkungen bei Angeboten, etwa für EU-Bürgerinnen und -Bürger oder Menschen mit unsicherer Bleibeperspektive erhöhten das Problem. Der Landkreis habe jedoch schon früh mit dem Einsatz eigener Finanzmittel reagiert und Sprachlernangebote zur Überbrückung dieser Zeiten etabliert.
Durch die Bündelung der Sprachförderbedarfe in den beiden Koordinierungsstellen erfolge deshalb ein optimales Matching zwischen Angebot und Nachfrage.
Die Teilnehmenden der SFK-Klausurtagung waren sich einig, dass diese guten Strukturen erhalten bleiben müssen, die es inzwischen auch in vielen anderen Kommunen gibt. Deshalb soll bis Anfang März ein Strategiepapier entwickelt werden, dass speziell auch auf die Bedeutung der kommunalen Verankerung des Angebotes und die künftig zu erwartenden Herausforderungen hinweist.
Quelle: Pressemeldung Landkreis Osnabrück
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