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Der IHK-Fachausschuss Industrie, Energie und Umwelt war zu Gast bei der Georgsmarienhütte GmbH. Seine Mitglieder sprachen über den Transformationsprozess für eine nachhaltige Industrie (erste Reihe v. l.): Dr. Sebastian Hock, Director bei Strategy &, Uwe Rittmann, Leiter Familienunternehmen und Mittelstand bei PwC, Anke Schweda, IHK-Geschäftsbereichsleiterin Industrie und Energie, Dietmar Hemsath, Ausschussvorsitzender und Geschäftsführer der Georgsmarienhütte GmbH sowie Henning Dickert, Director Innovation der GMH-Gruppe. Bild: IHK
„Die Belastungen der Industrie durch hohe Energiepreise haben sich in den letzten Jahren immer weiter erhöht. Hinzu kommen geringe Planungssicherheit durch lange Genehmigungsverfahren für notwendige Investitionen. Darunter leidet unser Wirtschaftsstandort.“ Mit diesen Worten forderte Dietmar Hemsath, Vorsitzender des IHK-Fachausschusses Industrie, Energie und Umwelt sowie Geschäftsführer der Georgsmarienhütte GmbH, bei der aktuellen Sitzung im Stahlwerk der Georgsmarienhütte verlässliche Anreizstrukturen für Investitionen, Versorgungssicherheit und wettbewerbsfähige Energiepreise für die Industrie. Die politischen Entscheidungsträger seien in der Pflicht, die internationale Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Deutschland zu gewährleisten. Vor dieser Herausforderung wird auch die künftige Bundesregierung stehen.
„Es braucht eine deutliche Perspektive über die Verfügbarkeit und das künftige Preisschild alternativer Energieträger wie Wasserstoff, grüner Strom oder Pflanzenkohle. Nur so ist das Ziel erreichbar, in unserem energieintensiven Werk nachhaltig und klimaneutral Stahl zu wettbewerbsfähigen Preisen zu produzieren“, betont Hennig Dickert, Director Innovation bei der gastgebenden GMH-Gruppe. Das Stahlwerk hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2039 klimaneutral zu produzieren. Auch wenn das Wasserstoffkernnetz durch die Bundesnetzagentur genehmigt, worden ist, bleibt fraglich, ob Wasserstoff mittelfristig in der notwendigen Menge und einem wettbewerbsfähigen Preis für die Industrie in der Region zur Verfügung steht. Nadelöhre werden die Anschlüsse der energieintensiven Betriebe an das Kernnetz sein. Hier sind regulatorische und finanzielle Fragen politisch zu beantworten.
„Bei wichtigen Investitionsentscheidungen brauchen die beteiligten Behörden zu lange für die Genehmigungen. Um die Industrie resilient für aktuelle und zukünftige Herausforderungen zu machen, müssen diese Prozesse dringend beschleunigt werden“, forderte Anke Schweda, IHK Geschäftsbereichsleiterin Innovation und Energie.
Unter dem Dach der GMH-Gruppe werden die Kompetenzen von mehr als 15 mittelständischen Produktionsunternehmen aus der Stahl-, Schmiede- und Gussindustrie mit rund 6.000 Mitarbeitern gebündelt. Mit hochmodernen Elektroöfen ist die GMH Gruppe Vorreiter für grünen Stahl und spart gegenüber traditioneller Stahlerzeugung bis zu 80 % CO2.
Der aus ehrenamtlich tätigen Unternehmerinnen und Unternehmern bestehende IHK-Fachausschuss Industrie, Energie und Umwelt trifft sich dreimal jährlich. Seine Mitglieder tauschen sich regelmäßig mit Experten aus Politik, Verwaltung und Wissenschaft aus und erarbeiten Positionen für die IHK-Vollversammlung.
Pressemeldung von Industrie- und Handelskammer Osnabrück – Emsland – Grafschaft Bentheim
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