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Im Oktober 2021 war die Nachfrage nach niedersächsischen Industriegütern nur noch geringfügig höher als im Vorjahresmonat. Nach Mitteilung des Landesamtes für Statistik Niedersachsen (LSN) stiegen die Bestellungen von Industriegütern aus niedersächsischer Produktion um 4% im Vergleich zum Oktober im ersten Corona-Jahr 2020. Die Inlandsorders erhöhten sich dabei um 6%, die Bestellungen aus dem Ausland nahmen um 3% zu. Die Nachfrage nach Investitionsgütern verzeichnete ein Minus von 2%, die Nachfrage nach Vorleistungsgütern stieg demgegenüber um 18%. Das Ergebnis wurde vor allem durch Preissteigerungen im Rahmen der Vorleistungsgüterproduktion sowie durch Großaufträge im Sonstigen Fahrzeugbau positiv beeinflusst.
Bei den umsatzstärksten niedersächsischen Industriebranchen entwickelten sich die Orders wie folgt: Im Vergleich zum Oktober 2020 stieg die Nachfrage bei der Herstellung von chemischen Erzeugnissen (+25%), im Maschinenbau (+15%), bei der Metallerzeugung und -bearbeitung (+13%) sowie bei der Herstellung von Metallerzeugnissen (+2%). Ein Nachfragerückgang konnte bei der Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen (-15%) verzeichnet werden.
Gegenüber dem Vormonat (September 2021) hat sich die Nachfrage nach Industriegütern um 14% verringert. Die inländischen Bestellungen stiegen im Oktober 2021 gegenüber dem Vormonat um 3%, die Nachfrage aus dem Ausland nahm demgegenüber um 26% ab. Die Bestellungen von Vorleistungsgütern erhöhten sich um 2%, während die Nachfrage nach Investitionsgütern um 23% sank.
Eine grundsätzlich positive Entwicklung der aktuellen Konjunktur zeigt die direkte Gegenüberstellung zum „Vor-Corona-Jahr“ 2019. Ein Vergleich der durchschnittlichen Aufträge der letzten drei Monate (August bis Oktober) von 2021 mit dem entsprechenden Zeitraum im Jahr 2019 zeigt folgende Veränderungsraten: Insgesamt erreichten die Bestellungen 2021 ein durchschnittliches Plus von 13% gegenüber dem Vergleichszeitraum 2019. Die Bestellungen aus dem Inland nahmen dabei um 7% zu, die Auslandsnachfrage erhöhte sich um 18%. Die Nachfrage nach Vorleistungsgütern stieg in diesem Vergleichszeitraum um durchschnittlich 30%, während die Nachfrage nach Investitionsgütern um durchschnittlich 6% zunahm.
Quelle Pressemeldung von Landesamt für Statistik Niedersachsen
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