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HANNOVER 04.04.2019: Die niedersächsische Industrie startete mit deutlichen Einbußen bei den Auftragseingängen ins neue Jahr. Wie das Landesamt für Statistik Niedersachsen mitteilt, gingen die Bestellungen im Vergleich zum Januar des Jahres 2018 um 12% zurück. Die Nachfrage nach niedersächsischen Industrieprodukten aus dem Ausland sank um 17%. Die Inlandsbestellungen waren um 5% rückläufig. Der jetzt bereits seit September 2018 anhaltende Auftragsrückgang traf besonders die Herstellung von Investitionsgütern (-14%), die Aufträge für die Herstellung von Vorleistungsgütern sanken um 7% unter das Vorjahresniveau.
Im kurzfristigen Vergleich zum Dezember 2018 zeigte sich mit einem Plus von 6% eine leichte Besserung der Lage. Bei der Interpretation der Daten ist außerdem zu berücksichtigen, dass der Auftragseingang im Sonstigen Fahrzeugbau im Vorjahresmonat Januar 2018 durch Großaufträge geprägt war.
In den umsatzstarken niedersächsischen Industriebranchen verlief die Entwicklung im Januar 2019 überwiegend rückläufig. Weniger Auftragseingänge gegenüber dem Januar 2018 verbuchten die Herstellung von elektrischen Ausrüstungen ( 14%), die Herstellung von Metallerzeugnissen (-9%) die Metallerzeugung und bearbeitung (-6%), die chemische Industrie (-6%) und die Herstellung von Kraftwagen- und Kraftwagenteilen (-4%). Der Maschinenbau konnte dagegen, getragen von Auslandsbestellungen, im Vergleich zum Januar 2018 ein kräftiges Auftragsplus (+23%) verzeichnen.
Methodische Hinweise:
Vorleistungsgüter: Produktionsgüter, die überwiegend für Unternehmen bestimmt sind und dort im Produktionsprozess verbraucht, verarbeitet oder umgewandelt werden. Dazu zählen zum Beispiel Metalle, Holz, chemische Grundstoffe, Gummi- und Kunststoffwaren, Papier und Karton sowie elektronische Bauelemente.
Investitionsgüter: Langlebige Produktionsgüter (z. B. Maschinen für die Güterproduktion, Kraftwagen).
Es handelt sich um vorläufige Ergebnisse. Revidierte vorläufige Ergebnisse in wirtschaftssystematisch tieferer Gliederung enthält der in Kürze erscheinenden Statistische Bericht E I 1: Das endgültige Ergebnis wird Ende März 2020 vorliegen.
Quelle: Pressemeldung,Landesamt für Statistik Niedersachsen
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