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Der Tourismusausschuss der Oldenburgischen Industrie- und Handelskammer (IHK) hat sich dafür ausgesprochen, Öffnungsperspektiven für die Branche zu schaffen. Dabei müsse das Thema Sicherheit im Vordergrund stehen. Unter Leitung des Vorsitzenden Bernard Sieger (Friesoythe) diskutierten die Ausschussmitglieder in einer Online-Sitzung die aktuelle Lage sowie die Aussichten für das Jahr 2021.
Tourismuswirtschaft und Gastgewerbe im Oldenburger Land sind durch die Corona-Krise hart getroffen – wenn auch unterschiedlich ausgeprägt. Beispielsweise ist die Situation von Saalbetrieben, Clubs, Bars, Diskotheken und Stadthotellerie mehr als dramatisch, während die Lage der Unternehmen in den stärker touristisch geprägten Regionen im Oldenburger Land etwas gemäßigter ausfällt.
Ausschussvorsitzender Sieger erklärte, das Gastgewerbe und die Tourismuswirtschaft hätten ihren Beitrag zur Eindämmung der Corona-Pandemie geleistet und würden dies gemeinsam mit der Politik fortsetzen. So seien seit dem Frühjahr umfassende Hygiene- und Sicherheitskonzepte aufgebaut und umgesetzt worden – auch neue technische Lösungen würden zunehmend eingesetzt. Dabei stünden die gesundheitliche Sicherheit der Gäste und Mitarbeiter im Mittelpunkt.
„Jetzt braucht die Branche ein strategisches Konzept, das den Unternehmen eine verlässliche zeitnahe Perspektive bietet“, so Sieger. „Wirtschaftliches und gesellschaftliches Leben muss möglich sein. Dafür muss langfristig mit dem Virus geplant werden. Je nach regionaler Inzidenz sollten daher unterschiedlich abgestufte Maßnahmen ergriffen werden. Es sollte geregelt sein, ab wann und wie eine Öffnung wieder möglich sein wird. Auslastungsabhängige Besuchersteuerung, technische Lösungen und Corona-Schnelltests müssen dabei einbezogen werden. Denn Lockdowns kosten die Betriebe Kraft und Ressourcen. Die Wirtschaft bietet sich an, dieses strategische Konzept mit zu erarbeiten“, betont Sieger. Der Tourismusausschuss der IHK plädiert an die Politik von Bund, Land dies gemeinsam mit der Wirtschaft kurzfristig auf den Weg zu bringen.
Perspektivisches Ziel müsse es sein, den Gästen aus nah und fern wieder Gastfreundschaft und Service mit Maß und Vernunft anbieten zu können. Sieger: „So könnten Familienfeiern im Saal inzidenzabhängig wieder möglich sein: Der Familiengeburtstag bei Kaffee und Kuchen an auseinander gestellten Gruppentischen mit 40 Personen ohne Tanz ist sicher eher vorstellbar als die Hochzeit mit 200 Personen, Tanz und Ausschank von alkoholischen Getränken“. Sieger ist sich sicher, dass Hinweise auf ein eingeschränktes Angebot sowie Hygiene- und Sicherheitsregeln bei Gästen auf hohe Akzeptanz stoßen würden. Dies sorge für die nötige Vorsicht, der es weiterhin bedürfe, um das Infektionsrisiko möglichst niedrig zu halten.
„Gleichzeitig muss die zielgerichtete finanzielle Unterstützung weiter gesichert sein, mit der gesunde Betriebe in die Lage versetzt werden, schnellstmöglich aus eigener Kraft wieder zu starten und wirtschaftlich zu arbeiten“, appelliert Sieger an die Politik. Ansonsten würde es für eine Vielzahl von Betrieben sehr rasch wirtschaftlich eng werden.
Quelle Pressemeldung von IHK Oldenburg
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