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In einer gemeinsamen Mitteilung sprechen sich heute zahlreiche Umweltverbände gegen ein geplantes Gasförderungsvorhaben der niederländischen Firma ONE-Dyas B.V. aus. Das kommentiert der Niedersächsische Minister für Umwelt, Energie und Klimaschutz Olaf Lies wie folgt:
„Ich lehne dieses Vorhaben am Rand unseres Nationalparks ‚Niedersächsisches Wattenmeer‘ strikt ab. Es passt nicht in die Zeit, wenn wir auf europäischer Ebene breit über den Klimaschutz und Klimaneutralität diskutieren und gleichzeitig 500 Meter hinter unserer Grenze wieder nach Gas gebohrt wird. Die Zeit der fossilen Energieträger läuft aus. Hier würden auf Jahrzehnte neue Fakten geschaffen – und das am Rande eines so sensiblen Naturraums wie dem niedersächsischen Wattenmeer.
Das europäische Recht schreibt für Vorhaben wie das hier geplante aus guten Gründen eine umfassende Beteiligung von betroffenen Nachbarstaaten vor, damit grenzüberschreitenden Umweltauswirkungen begegnet werden kann. Das werden wir als Land intensiv nutzen.
Darüber hinaus bin ich der Meinung, dass ein solches Vorhaben in Widerspruch zu dem gemeinsam mit den Niederlanden verabschiedeten Leitbild für eine ökologische Strategie zum Sedimentmanagement steht. Es ist bekannt, dass die Förderung von Gas zu weiträumigen Bodenabsenkungen führen kann. Das wiederum kann an der Küste Veränderungen im Sedimenttransport zur Folge haben, die mittel- und langfristig unsere Versorgung mit Sedimenten gefährden können.
Darüber hinaus arbeiten wir derzeit an einer Novelle des Nationalparkgesetzes, mit der wir unter anderem auch Erdöl- und Erdgasförderung verbieten werden. Es ist doch widersinnig, wenn wir solche Bohrungen im Wattenmeer unterbinden und dann der Nationalpark von der Seite angebohrt wird.“
Quelle Pressemeldung von Nds. Ministerium für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz
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