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Die niedersächsischen Betriebe im Bereich des Verarbeitenden Gewerbes sowie des Bergbaus und der Gewinnung von Steinen und Erden verbrauchten 2022 rund 365.200 Terajoule (TJ) Energie. Das waren nach Angaben des Landesamtes für Statistik Niedersachsen (LSN) vor dem Hintergrund einer schwachen Konjunktur und hoher Energiepreise 7,4% weniger als im Vorjahr. Der Rückgang fiel etwas schwächer aus als bundesweit (-9,1%).
Auf die Energieträgergruppe „Kohlen, Mineralölprodukte und Prozessgase“ entfiel ein Anteil von 36,8%. Der wichtigste Einzelenergieträger der niedersächsischen Industrie war 2022 trotz Preissteigerungen das Erdgas mit einem Anteil von 34,8%. Strom kam mit einem Verbrauchsanteil von 21,5% auf den dritten Platz. Fernwärme war mit 2,4% beteiligt. Die relativ geringe Bedeutung erneuerbarer Energieträger im Industriebereich blieb mit einem Anteil von 2,1% etwa auf Vorjahresniveau (1,8%), diese konzentrierten sich auf den Einsatz fester biogener Stoffe (z. B. Holz), biogener Siedlungsabfälle und Biogas. Sonstige Energieträger waren mit 2,3% beteiligt.
Zu den Wirtschaftsbereichen mit den höchsten Verbräuchen in Niedersachsen gehörten in absteigender Bedeutung bezogen auf den Energieverbrauch die Bereiche „Metallerzeugung und -bearbeitung“, „Herstellung von chemischen Erzeugnissen“, „Herstellung von Nahrungs- und Futtermitteln“, „Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen“ und „Herstellung von Papier, Pappe und Waren daraus“. Zusammen hatten sie mit 281.200 TJ Verbrauch einen Anteil von 77,0% am Gesamtverbrauch. Dieser Verbrauch lag 8,5% niedriger als der entsprechende Vorjahreswert (307.400 TJ). Die größten Veränderungsraten verzeichneten die Bereiche „Herstellung von chemischen Erzeugnissen“ (-17,3%), „Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen“ (-9,6%) und „Herstellung von Papier, Pappe und Waren daraus“ (-9,0%).
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