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Karriere

Gemeinsam für Ausbildung und Integration: KAUSA-Landesstelle Niedersachsen geht in neue Projektphase

Vernetzen – unterstützen – Impulse setzen: Bei Menschen mit Migrations- oder Fluchtgeschichte besteht ein erhöhter Unterstützungsbedarf für die jungen Menschen als auch für die Institutionen und Betriebe, die sie während der Ausbildung begleiten. Die KAUSA-Landesstelle Niedersachsen knüpft genau hier an und setzt sich dafür ein, die Ausbildungsintegration junger Menschen mit Migrations- oder Fluchtgeschichte zu verbessern. Darüber hinaus stärkt sie die Ausbildungsbereitschaft und -fähigkeit kleiner und mittlerer Unternehmen durch gezielte Beratung, Vernetzung und Unterstützung.

Das Bundesbildungsministerium setzt die Förderung des Projektes im Rahmen der Bund-Land-Vereinbarung Bildungsketten ab dem 1. Juli 2025 bis zum 31. Dezember 2026 fort. Bereits seit Projektbeginn im Jahr 2021 begleitet das Niedersächsische Kultusministerium die KAUSA-Landesstelle fachlich. In der neuen Projektphase wird auch das Niedersächsische Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Gleichstellung als Kooperations- und Finanzierungspartner eingebunden. Der Schwerpunkt liegt nun auf Struktur- und Netzwerkarbeit sowie strategischem Wissenstransfer.

Julia Willie Hamburg, Niedersächsische Kultusministerin, betont: „Die KAUSA-Landesstelle leistet einen unverzichtbaren Beitrag, um jungen Menschen mit Migrations- oder Fluchthintergrund Perspektiven zu eröffnen und ihnen den Weg in eine qualifizierte Ausbildung zu ebnen. Die Landesstelle ist damit nicht nur ein Beitrag für Chancengerechtigkeit für Menschen mit Migrations- oder Fluchtgeschichte, sondern wirkt auch dem Fachkräftemangel entgegen. Deshalb freue ich mich sehr, dass wir die Begleitung der KAUSA-Landesstelle gemeinsam mit dem Sozialministerium fortsetzen werden.“

Dr. Andreas Philippi, Niedersächsischer Minister für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Gleichstellung, erklärt: „Mit der Beteiligung an der KAUSA-Landesstelle stärken wir gezielt die Schnittstelle zwischen Bildung und Arbeitsmarkt. Im Fokus stehen dabei junge Menschen mit Flucht- oder Migrationsgeschichte – insbesondere auch zugewanderte Frauen, die bereits über gute Qualifikationen und Berufserfahrung verfügen. Die enge Zusammenarbeit mit dem Kultusministerium und die Anbindung an bestehende arbeitsmarktpolitische Projekte, beispielsweise das „Start Guides“-Netzwerk“, ermöglichen es, junge Menschen mit Flucht- oder Migrationsgeschichte noch wirksamer auf ihrem Weg in Ausbildung zu unterstützen, Ausbildungsabbrüche zu verhindern – und gleichzeitig Betriebe bei der Fachkräftesicherung zu entlasten.“

Zum Hintergrund: Im Ausbildungsjahr 2024 blieben laut Bundesagentur für Arbeit rund 4.600 Ausbildungsstellen in Niedersachsen unbesetzt. Gleichzeitig gelingt es nicht allen jungen Menschen, eine berufliche Ausbildung zu beginnen und abzuschließen. So erlangen Jugendliche und junge Erwachsene mit Migrationsgeschichte deutlich seltener einen Berufsabschluss als Gleichaltrige ohne Migrationsgeschichte, führt das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) in dem Datenreport zum Berufsbildungsbericht 2024 auf.

Auf Grundlage des kontinuierlichen Austauschs mit Akteurinnen und Akteuren im Arbeitsfeld Migration und Ausbildung entwickelt und sammelt die KAUSA-Landesstelle zielgruppen- und bedarfsorientierte Instrumente. Dazu gehört unter anderem das Materialpaket „Wege in den Beruf“. Es enthält praktische Materialien, die in der Beratung sowie zur Information von Jugendlichen und ihren Eltern über das Ausbildungssystem eingesetzt werden können.

Die Instrumente werden fortlaufend angepasst und in die Praxis transferiert. Mit der Transferarbeit unterstützt das Projekt gezielt Multiplikatorinnen und Multiplikatoren, wie weiterführende und berufsbildende Schulen, Kammern, Bildungsträger, Migrantinnen- und Migrantenselbstorganisationen, Kommunen und Jugendberufsagenturen. Ziel ist es, vorhandenes Know-how, erprobte Ansätze und Beispiele guter Praxis landesweit zugänglich zu machen.

Die KAUSA-Landesstelle Niedersachsen – ein Zusammenschluss der ehemaligen regionalen KAUSA-Servicestellen in Delmenhorst, der Region Hannover und Osnabrück – bündelt langjährige Praxiserfahrung, etablierte regionale Netzwerke sowie erprobtes Know-how und macht diese Ressourcen landesweit nutzbar.

Die KAUA-Landesstelle bietet:

Ø  Schulungen für Multiplikatorinnen und Multiplikatoren zu den entwickelten Instrumenten,

Ø  digitale Netzwerktreffen,

Ø  Austausch bewährter Praxisbeispiele,

Ø  Beratung entlang der gesamten Prozesskette von der Beruflichen Orientierung bis zum erfolgreichen Ausbildungsabschluss.

Zur nachhaltigen Förderung der Ausbildungsbeteiligung junger Menschen mit Migrations- oder Fluchtgeschichte setzt die KAUSA-Landesstelle Niedersachsen auf eine zielgerichtete Zusammenarbeit mit allgemein- und berufsbildenden Schulen, Kammern, Verbänden, Arbeitsagenturen, Jobcentern, Jugendberufsagenturen, Bildungsträgern sowie Migrantinnen- und Migrantenselbstorganisationen.

Pressemeldung von  Nds. Kultusministerium

Weser-Ems-Wirtschaft

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