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Oldenburger Schlachthof - Standard-Fleisch GmbH & Co. KG vorerst geschlossen
Wie bereits in unserem ersten Artikel beschrieben, stand der Schlachthof Oldenburg massiv unter Druck. Die vorhandenen Videoaufnahmen wurden nun vollständig ausgewertet und legen ein Ergebnis vor: An der Tierquälerei beteiligt waren drei Veterinäre, gegen die in der Zwischenzeit Strafanzeige gestellt wurde. Die Stadt Oldenburg wiederum beginnt nun mit der Befragung der Mitarbeiter, um die Situation zu klären. Der Stadt nach klären die Videoaufnahmen ohne jeden Zweifel, dass hier massiv gegen das Tierschutzrecht verstoßen wurde. Der Schlachthof Oldenburg wurde mittlerweile bis auf weiteres geschlossen, nachdem einer der größten Abnehmer für Rindfleisch seine Zusammenarbeit gekündigt hatte.
Die Beweise sind erdrückend und zeigen Bilder, die niemand sehen möchte. Rinder, die ohne jedes Gefühl getreten, geschlagen oder mit Elektroschockern drangsaliert werden. Aufnahmen, die erst kürzlich aufgenommen wurden. Das bisher gesichtete Videomaterial zeigt, dass die Veterinäre teilnahmslos dabei zuschauen, wie die Tiere von Mitarbeitern gequält wurden. Auch als die Rinder mit Füßen getreten oder mit Elektroschockern bearbeitet wurden, schritten sie nicht ein. Schlimmer noch: Sie selbst haben Tiere ohne ausreichende und vorgeschriebene Bedeutung mit einem Messer abgestochen. Aufgrund der erdrückenden Beweise fordert das Deutsche Tierschutzbüro nun eine völlig lückenlose Aufarbeitung der Geschehnisse. Ebenfalls gefordert sind in diesem Zusammenhang personelle Konsequenzen. Besonders erdrückend ist der Umstand, dass es sich hier um extreme Verletzungen handelt, die im September und Oktober 2018 heimlich aufgenommen wurden.
Einer der größten Abnehmer von Rindfleisch war die Böseler Goldschmaus GmbH. Das Unternehmen bezog erst seit 2017 Fleisch zur Weiterproduktion von Wurst- und Fleischwaren. Die Newsmeldung von Goldschmaus, sie werden keine weiteren Schlachtungen in Auftrag geben, war vermutlich der Grund für die nun erfolgte vorübergehende Schließung des Betriebes. Auch andere Geschäftspartner wie Lidl, EDEKA oder Frosta waren schockiert und kündigten daraufhin ihre Zusammenarbeit mit dem Schlachthof Oldenburg. Weitaus wichtiger für alle Beteiligten ist die Forderung, dass solche Skandale der Lebensmittelindustrie nicht mehr geschehen. Hier sind produzierende Betriebe, Schlachthöfe, Kooperationen und Regierung gleichermaßen gefragt, zeitnah zu reagieren.
Die Videoaufnahmen, die im Schlachthof aufgenommen wurden, liegen nicht nur dem Deutschen Tierschutzbüro, sondern auch dem NDR1 Niedersachsen vor. Darin wird deutlich, dass die Tiere nicht nur gequält, sondern auch nicht fachgerecht getötet wurden. Sie starben teilweise einen grausamen Tod. Diesen Vorwürfen stehen die Mitarbeiter des Schlachthofs nun bei der Befragung gegenüber. Für Jan Pfeifer, dem Vorstandsvorsitzenden des Deutschen Tierschutzbüros, ist es ein riesiger Skandal, dass Mitarbeiter der Stadt Oldenburg an diesen grausamen Taten beteiligt waren. Er fordert nicht nur Konsequenzen im Hinblick auf das Personal, sondern hinterfragt insbesondere auch die Rolle der verantwortlichen Amtsleitung.
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