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Unternehmensnews

Hager Fräsroboter prämiert

Für die Entwicklung eines akkubetriebenen Fräsroboters zur Kanalsanierung wurde das Werkzeug- und Maschinenbauunternehmen cwTec aus Hage mit dem dritten Platz des „Klima-Innovationspreises Niedersachsen“ ausgezeichnet. Zum fünften Mal kürte das Niedersächsische Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz die Sieger. Während eines Neujahrsfrühstückes zur Nachhaltigkeit im Handwerk im Ministerium in Hannover erhielt der Betrieb seine Auszeichnung von Umweltminister Christian Meyer überreicht. Unternehmen werden mit dem Wettbewerb geehrt, die mit ihren Neuentwicklungen für Klimaschutz und Nachhaltigkeit eine Vorreiterrolle einnehmen und den Wirtschaftsstandort im besonderen Maße prägen.

Mit dieser Auszeichnung ist es der Handwerkskammer für Ostfriesland erneut gelungen, durch ihre Beratungsleistung einen regionalen Handwerksbetrieb in den Mittelpunkt der Öffentlichkeit zu rücken. „Der Betrieb cwTec ist ein Problemlöser mit Innovationsgarantie“, lobte Betriebsberater Thomas Harms, der das Unternehmen begleitete. In den vergangenen Jahren hat die Firma mehrere Preise für Neuentwicklungen gewonnen – unter anderem mit einer Teebeutelnähmaschine und der „Sehenden Nordseedüse“ für die Kanalreinigung. Diese Maschinen finden auch international großen Anklang. „Die Schaffenskraft von cwTec ist ein absoluter wirtschaftlicher Gewinn und ein leuchtendes Beispiel für unsere Region“, gratulierte auch Handwerkskammerpräsident Albert Lienemann.

Ursprünglich hatte ein Schweizer Unternehmen den ostfriesischen Betrieb mit der Weiterentwicklung eines Fräsroboters mit benzinbetriebenem Baustellenkompressor beauftragt. Nach dem Rückzug der Schweizer Hächler-Gruppe aus dem internationalen Geschäft mit Kanalsanierungsrobotern übernahm cwTec den Unternehmenszweig. Geschäftsführer Christoph Wenk hatte 2017 gemeinsam mit dem damaligen Prokuristen und technischen Leiter, Rolf Peters, die Hächler GmbH in Hage gegründet. Zusammen führen sie die Entwicklungsarbeit fort.

Der Einsatz bei der Hausanschlusssanierung war mit dem alten Modell sehr aufwendig und laut. Für die Beförderung waren ein Kleintransporter und ein Anhänger mit den passenden benzinbetriebenen Kompressoren erforderlich. Beispielsweise musste ein Schlauchpaket mit 20 bis 50 Meter langen Leitungen durch das Gebäude verlegt werden, was zu Druckverlusten und Leistungseinbußen führte.

Der neue Fräsroboter mit dem Namen Climbolino®E ist der erste akkubetriebene Hausanschluss- und Fräsroboter auf dem deutschen Markt. Durch seine kompakte Bauweise mit einem kleinen 220-Volt-Kompressor passt er in den Kofferraum eines Pkw. Mit geringem Aufbauaufwand kann er direkt am Einsatzort Vorbereitungen für die Kanalsanierung durchführen und Verkrustungen in Rohren von 6 bis 30 cm Durchmesser mit voller Leistung beseitigen. Aufgrund seiner flexiblen Bauweise passiert der Fräskopf auch enge Bögen, um schwer zugängliche Stellen zu erreichen. Im Vergleich konnte der Lärmpegel deutlich reduziert werden. Ein weiterer Vorteil für die Umwelt: Allein die 194 Geräte, die bis Juni 2024 verkauft wurden, werden bei einer Nutzungsdauer von zehn Jahren zu einer CO₂-Einsparung von rund 40.000 Tonnen führen. Der Climbolino®E ist in allen gängigen Dimensionen des weltweiten Kanalnetzes einsetzbar und wird bereits über ein Händlernetz in Ländern wie Kanada, Australien, den USA, Israel und mehreren europäischen Ländern vertrieben.

Umwelt- und Ener­gie­mi­nis­ter Chris­ti­an Mey­er bedankte sich als Schirm­herr bei den Teilnehmenden: „Sie sind die Gestalter der Zukunft und prägen unser Land mit Ihren Innovationen und Ideen nachhaltig. Das macht Mut und lässt uns optimistisch nach vorne schauen. Insgesamt hatten sich 51 Unternehmen um den mit 10.000 Euro dotierten Preis beworben. Die Firma Berding Beton GmbH aus Steinfeld konnte den Wettbewerb mit ihrem Produkt „next.beton – Deutschlands erstes zementfreies Betonrohr“ gewinnen. Den zweiten Platz belegte die Kortmann Beton GmbH & Co. KG aus Schüttdorf, die einen Beton auf Geopolymer-Basis für Spezialanwendungen entwickelt hat.

Die Handwerkskammer bietet ihren Mitgliedern kostenfreie Beratungsleistungen in Sachen Innovationen, Technik und Nachhaltigkeit an. Interessierte können sich an die Betriebsberatung unter Telefon 04941 1797-0 oder per E-Mail betriebsberatung@hwk-aurich.de wenden.

Das Nie­der­säch­si­sche Umwelt­mi­nis­te­ri­um vergibt auch im Jahr 2025 den lan­des­wei­t ausgeschriebenen „Kli­­ma-Inno­­va­­ti­ons­­preis Nie­der­sach­sen“. Die Bewerbungsunterlagen gibt es unter www.nachhaltigkeitsallianz.de.

Pressemitteilung von: Handwerkskammer für Ostfriesland

Weser-Ems-Wirtschaft

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