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Die IG Metall Bremen hat Wagon Automotive am 05.10.2023 zu Verhandlungen aufgefordert. Eine Forderung über eine Haustarifbindung durch Anerkennung der Tarifverträge der Metall- & Elektroindustrie ist ordnungsgemäß am gleichen Tag per Mail zugestellt worden. Auch haben von Oktober bis Dezember mehrere Gespräche mit der Geschäftsführung stattgefunden. Jedoch hat die Geschäftsführung immer deutlich herausgestellt, dass es sich lediglich um Gespräche handele und keineswegs um Tarifverhandlungen. In diesen „Gesprächen“ wurde stets vehement darauf verwiesen, es sei keine Tarifbindung nötig.
Im Januar 2024 gab es seitens des Arbeitgebers einen Versuch, die Tarifbewegung durch einzelvertragliche Vereinbarungen zu stoppen. Den Beschäftigten wurde zugesichert, dass zukünftige Entgelterhöhungen aus den Flächentarifverträgen übernommen werden. Die Belegschaft zeigte sich dadurch jedoch wenig beeindruckt, was sie in einem ersten Warnstreik am 30. Januar untermauerten.
Doch der erste Warnstreik von 2 Stunden, ohne Auswirkungen auf den Kunden, hat offensichtlich nicht zur Gesprächsbereitschaft geführt. Am 22. Februar wird der Druck erhöht. Es wird aber davon ausgegangen, dass auch bei 4 Stunden Warnstreik der Kunde nicht abstellen muss.
Die IG Metall hat verschiedene zeitnahe Verhandlungstermine angeboten, die allesamt abgelehnt wurden. Auch Terminvorschläge seitens des Unternehmens haben die IG Metall bisher nicht erreicht.
„Sollte es nach diesem Warnstreik nicht zu konstruktiven, lösungsorientierten Verhandlungen kommen, wird sich ein Bandabriss beim Kunden nicht verhindern lassen“, sagt Gewerkschaftssekretär Sven Kronfeld von der IG Metall Bremen.
Zum Betrieb:
Ca. 85 Beschäftigte
100% Zulieferer von Rohbauteilen Mercedes
Pressemeldung von IG Metall Bremen
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