Print schlägt digital? Ist Zeitung die bevorzugte Informationsquelle im Bereich Handel ?

Print schlägt digital? Ist Zeitung die bevorzugte Informationsquelle im Bereich Handel ?
In 2017 stimmte es noch, so ein Bericht des Markenartikel Magazins. Tageszeitungen wurden gerade im Bereich regionaler Informationen bevorzugt und machten einen großen Anteil im Marketing aus. Die Lokalzeitung wird von 73% aller Verbraucher als besonders seriöses Medium gewertet, während das Internet in puncto Seriosität und Zuverlässigkeit hinter Printmedien abschneidet.

Print schlägt digital? Ist Zeitung die bevorzugte Informationsquelle im Bereich Handel ?

Viele Unternehmer gehen heute von einer primären Bedeutung digitaler Medien aus. Doch die Realität zeigt, dass Tageszeitungen und Co. gerade im Handel als bevorzugtes Informationsmedium dienen.

In 2017 stimmte es noch, so ein Bericht des Markenartikel Magazins. Tageszeitungen wurden gerade im Bereich regionaler Informationen bevorzugt und machten einen großen Anteil im Marketing aus. Die Lokalzeitung wird von 73% aller Verbraucher als besonders seriöses Medium gewertet, während das Internet in puncto Seriosität und Zuverlässigkeit hinter Printmedien abschneidet. Es zeigt sich also, dass die schon oftmals totgesagte Zeitung nicht nur lebt, sondern die bevorzugte Informationsquelle ist.

 

Printmedien vs. Online-Medien im Bezug auf den Handel

Verbraucher informieren sich intensiver, ziehen die Ruhe in den heimischen vier Wänden vor und möchten keine unnötige Werbung erhalten. Bezüglich dieser Tendenz schneidet das Printmedium in führender Position ab, wohingegen Online-Medien durch dauerhafte Werbeeinblendungen gerade bei älteren Verbrauchern als unangenehm empfunden werden. 85% aller Deutschen nutzen laut einer Umfrage aus 2017 in erster Linie gedruckte Medien zur Information.

Dicht gefolgt und von 82% aller Verbraucher geschätzt, reihen sich digitale Informationen an. Wenn es gezielt um den Handel geht, steht das Printmedium bei Zielgruppe 40+ im Fokus, wobei sich die Online-Quote verringert. Globale Informationen hingegen werden größtenteils über Nachrichten im TV und am Computer gesucht. Lokale Infos, Handelsangebote und Recherchen zu lokalen Unternehmen holen sich Verbraucher in Printmedien, von denen die Tageszeitungen den größten Marktanteil ausmachen, ein.

 

Blick in die Vergangenheit – in das Jahr 2017 und ein Blick in die Zukunft

Zu Beginn der 2000er schien die Zeitung vom Aussterben bedroht zu sein. Beinahe täglich gaben Verlage bekannt, dass sie ihr Angebot aufgrund mangelnder Nachfrage einstellen werden. Was hat sich seit damals verändert und wie kam es, dass Informationen im Print neue Bedeutung gewonnen haben und wieder im Fokus stehen? Zukünftig könnte sich die Trendwende wieder umkehren, da die Bevorzugung der Tageszeitung als Informationsblatt vorwiegend von Verbrauchern ab 40+ angegeben wird. Generation Y und Z hingegen können sich nicht vorstellen, auf digitale Informationen zu verzichten und der Zeitung den Vorzug zu geben.

Ein Blick in die Zukunft schürt Zweifel, wie lange der Boom in Print noch vorhält. Spätestens wenn die heutige Leserschaft durch die jüngeren Generationen abgelöst wird, könnte sich ein neues Zeitungssterben aufzeigen und der Informationsfokus mit beinahe 100% im Internet liegen. Fakt ist, dass der Print bereits einige Höhen und Tiefen durchlebt und sich bisher immer wieder erholt hat. In Bezug auf Angebote und Werbung im Handel sind gedruckte Broschüren und Werbeblätter mit einem Marktanteil von beinahe 50% bei älteren, mit nicht einmal 30% bei jüngeren relevant.

 

Wird die Zeitung als Informationsmedium ausdienen ?

Noch bereiten Zeitungen und Co. Einkäufe vor, informieren über Angebote und fördern die Wahrnehmung durch den Kunden. Das wird sich ändern, wissen Experten und berufen sich auf die geringe Relevanz der Printmedien für junge Konsumenten. Wer jetzt zwischen 14 und 29 Jahren ist, hegt ein kaum spürbares Interesse für Printwerbung und gedruckte Informationsquellen. Vor allem Generation Z benötigt das haptische Erlebnis nicht und zeigt sich vollkommen zufrieden, wenn sie die gewünschten Infos an mobilen Endgeräten abrufen und per Wischen in Echtzeit erhalten können. Auf lange Sicht ist klar: Print wird digital nicht schlagen und ist, auch wenn es sich um einen schleichenden Prozess handelt, vom „Aussterben“ bedroht.

Die Wahrnehmung in Printmedien ist eine Andere als auf digitalen Geräten. Wer Informationen ohne Streuverluste verarbeiten und im Gedächtnis behalten möchte, erzielt diesen Effekt durch das natürliche Leseverhalten und das haptische Erlebnis in Printmedien. Dennoch wird sich die vollständige Digitalisierung der Informationen auch im Handel nicht aufhalten lassen.

 

Fazit – Trendwende erkennbar, Tendenz offen!

Auch wenn sich die Trendwende derzeit nur in eine Richtung zeigt, bleibt die zukünftige Tendenz offen. Diese These basiert auf der Vergangenheit von Printmedien, die schon mehrfach an Bedeutung verloren haben, um anschließend an einer höheren Bedeutung zu gewinnen. Im Handel wird das gedruckte Medium wahrscheinlich nie völlig aus dem Augenmerk verschwinden.